Trump: Härtere Russland-Sanktionen gegen EU-Unterstützung für Iran-Deal
Trump: Härtere Russland-Sanktionen gegen EU-Hilfe für Iran

Trump bietet härtere Gangart gegen Russland an – und fordert Gegenleistung

Der G7-Gipfel im französischen Évian hat der Ukraine überraschend positive Signale aus Washington eingebracht. US-Präsident Donald Trump kündigte nach Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und den Staats- und Regierungschefs der G7 an, die Sanktionen gegen den russischen Ölsektor wieder zu verschärfen. „Russland muss einen Deal machen“, sagte Trump.

Laut einem Bericht von „Politico“, der sich auf nicht namentlich genannte Diplomaten stützt, versicherte Trump hinter verschlossenen Türen zudem, dass die USA weiterhin an der Seite der Ukraine stünden. Der neue Ton des US-Präsidenten soll bei den anderen Gipfelteilnehmern für Erleichterung gesorgt haben. Offenbar hatte man zuvor befürchtet, dass es in Évian zu einem offenen Streit kommen könnte – ein ungutes Vorzeichen für den Nato-Gipfel in der Türkei im kommenden Monat.

Trump erwartet Unterstützung für das Iran-Abkommen

Allerdings scheint die Unterstützung für Kiew Teil eines geopolitischen Pakts zu sein. Nach Informationen von „Politico“ drängte Trump seine europäischen Partner dazu, das geplante Abkommen mit dem Iran zu unterstützen und sich an der Sicherung der Straße von Hormus zu beteiligen. Dabei geht es insbesondere um mögliche Minenräumungsmissionen in einer der wichtigsten Energie- und Schifffahrtsrouten der Welt.

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Zuvor hatte Trump ein Angebot des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, bei einer Militärmission zu unterstützen, weitgehend abgebügelt. „Ich glaube nicht, dass wir viel Hilfe brauchen werden“, hatte Trump noch am Montag gesagt. Doch Macron gab sich laut „Politico“ Mühe, den US-Präsidenten mit einer Charmeoffensive für sich einzunehmen. So überredete er Trump, im Anschluss an den Gipfel noch mit ihm im Schloss Versailles zu Abend zu essen. Trump nahm die Einladung an.

Europäische Regierungschefs reagierten vorsichtig optimistisch auf die neue Tonlage aus dem Weißen Haus. Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte nach den Gesprächen, die Diskussionen mit Trump gäben Anlass zu „einem gewissen Optimismus“. Damit zeichnet sich beim G7-Gipfel eine informelle Formel ab: europäische Unterstützung für die amerikanischen Bemühungen im Nahen Osten – im Gegenzug für eine härtere Haltung Washingtons gegenüber Russland.

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