Trump stellt Ukraine Lizenz für Bau von Patriot-Raketen in Aussicht
Trump: Lizenz für Patriot-Raketenbau in Ukraine

Am Rande des Nato-Gipfels in Ankara hat US-Präsident Donald Trump der Ukraine die Vergabe einer Lizenz für die Produktion von Patriot-Flugabwehrraketen in Aussicht gestellt. Das sagte Trump bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. So könne sich die Ukraine nicht beschweren, dass die USA ihnen nicht genug solcher Lenkkörper gebe. Sie sollten sie einfach selbst bauen, sagte Trump. „Wir haben das Unternehmen noch nicht darüber informiert, aber das wird schon gut gehen“, fügte er hinzu.

Selenskyj: Patriot ist das beste antiballistische System

Für Selenskyj ist diese Aussicht ein großer Erfolg. „Das Patriot-System ist heute das beste antiballistische System in der Welt“, lobte er die US-amerikanische Waffe. Die Ukraine habe diese während des Krieges eingehend getestet. Zugleich bedankte er sich bei anderen Partnerstaaten für die Bereitstellung weiterer Systeme. Mehrere Wochen lang hat er angesichts verheerender russischer Angriffe mit ballistischen Raketen für eine eigene Produktion in der Ukraine und die Vergabe dieser Lizenz geworben.

Offene Fragen: Finanzierung und Zeitplan

Ungeklärt sind jedoch Fragen zur Finanzierung des Baus einer Produktionsstätte und in welcher Zeit eine Fertigung auf die Beine gestellt werden könnte. Für Russland wäre der Standort ein potenzielles Angriffsziel. Einzig US-amerikanische Flugabwehrsysteme des Typs Patriot sind nach ukrainischen Angaben in der Lage, von Russland eingesetzte ballistische Raketen abzuwehren. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren mit massiver westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion.

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Nato-Gipfel: Milliardenhilfen und Putins Wunsch nach Treffen

Zudem kündigte Trump ein Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin an. Putin wünsche sich ein Treffen in Moskau, sagte Trump. Beim Nato-Gipfel hielten die Mitgliedstaaten in ihrer Abschlusserklärung fest, dass die Ukraine 70 Milliarden an Militärhilfe erhalten soll, für 2026 und auch 2027. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht die Zusage als wegweisend an. „Dem Kreml dürfte langsam klar sein, dass sich Russland in diesem Krieg nicht durchsetzen und seine Kriegsziele nicht erreichen wird“, hatte er bereits zum Auftakt des Spitzentreffens gesagt. Der Gipfel in Ankara könne einen Einschnitt in diesem Krieg markieren.

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