Trump beleidigt Israels Präsidenten als 'jämmerlichen Kerl' während Nahost-Krieg eskaliert
Trump nennt Israels Präsidenten 'jämmerlichen Kerl'

Trump attackiert Israels Präsidenten während eskalierender Nahost-Krise

Inmitten einer sich zuspitzenden militärischen Lage im Nahen Osten hat US-Präsident Donald Trump Israels Staatsoberhaupt Isaac Herzog auf schärfste Weise attackiert. In einem Telefonat mit der rechtsextremen israelischen Journalistin Libby Blanca Alon bezeichnete Trump den israelischen Präsidenten als "einen Lügner" und "jämmerlichen Kerl".

Persönliche Anfeindungen während Kriegsgeschehen

Laut dem Bericht der Reporterin auf X (ehemals Twitter) warf Trump Herzog vor, ihm "mehrmals versprochen" zu haben, Israels Premierminister Benjamin Netanyahu zu begnadigen, dieses Versprechen jedoch nie eingelöst zu haben. "Er hat mich angelogen", soll der US-Präsident erklärt haben. Trump fügte hinzu, Herzog sei "ein schwacher Mensch und ein jämmerlicher Kerl, weil er es nicht getan hat, kein Anführer."

Diese persönlichen Attacken erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem Netanyahu sowohl mit einem umfangreichen Korruptionsprozess in Israel als auch mit einem Verfahren vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) konfrontiert ist. Trump kommentierte dies mit den Worten: "Bibi sollte sich auf den Krieg konzentrieren, nicht auf so einen Unsinn."

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Militärische Eskalation im Nahen Osten

Parallel zu diesen diplomatischen Verwerfungen verschärft sich die militärische Situation in der Region erheblich. Das israelische Militär hat angekündigt, seine Bodeneinsätze gegen die proiranische Hisbollah-Miliz im Libanon auszuweiten. Armeechef Ejal Samir erklärte: "Der Einsatz gegen die Terrororganisation Hisbollah hat gerade erst begonnen" und handle sich um einen "langwierigen Einsatz".

Ein Armeesprecher präzisierte, die Ausweitung der Bodeneinsätze werde in der kommenden Woche beginnen. Der libanesische Präsident Joseph Aoun hatte angesichts neuer israelischer Angriffe auf Hisbollah-Stellungen bereits vor einer israelischen Bodenoffensive im Süden des Landes gewarnt.

Trumps Ultimatum an Iran

US-Präsident Trump hat Iran unterdessen ein 48-Stunden-Ultimatum gestellt. Er forderte Teheran auf, die strategisch wichtige Straße von Hormus bis Dienstagmorgen 1.44 Uhr MEZ vollständig für den Schiffsverkehr zu öffnen. Sollte Iran dieser Forderung nicht nachkommen, drohte Trump mit der Zerstörung iranischer Kraftwerke durch US-Streitkräfte.

Iran reagierte umgehend mit Gegendrohungen. Das Land kündigte an, im Falle von US-Angriffen amerikanische Energieanlagen in der Region anzugreifen und die Meerenge komplett zu schließen. Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für Öltanker weltweit.

Weitere militärische Entwicklungen

Die Gewalteskalation beschränkt sich nicht auf Israel und Iran. Am Sonntag wurden proiranische Milizen im Irak Ziel von Luftangriffen. Bei den Attacken auf Stellungen des Netzwerks Hasched al-Schaabi südlich von Bagdad gab es nach Angaben örtlicher Behörden zwar keine Verletzten, doch die Angriffe zeigen die regionale Ausweitung des Konflikts.

Auch der internationale Flughafen in Bagdad wurde erneut angegriffen. Ein irakischer Sicherheitsvertreter bestätigte, dass sich die Angriffe gegen ein diplomatisches und logistisches Zentrum der USA richteten. In der Nacht zuvor waren bereits mehrere Raketen in der Nähe US-amerikanischer Einrichtungen eingeschlagen.

Israels Militär rechnet mit langem Krieg

Das israelische Militär geht davon aus, dass die Kämpfe gegen Iran und die Hisbollah-Miliz noch Wochen andauern werden. Ein Militärsprecher erklärte, dass zwar mehr als 90 Prozent der iranischen Raketen abgefangen worden seien, die Luftverteidigung jedoch keinen hundertprozentigen Schutz biete.

Derzeit werde untersucht, warum die Abwehrsysteme am Samstagabend iranische Raketen nicht abfangen konnten. Bei den Angriffen auf die Städte Arad und Dimona waren mehr als 160 Menschen verletzt worden. Die israelische Armee bereitet sich auf einen verlängerten Konflikt vor.

Internationale Reaktionen und diplomatische Bemühungen

Rafael Grossi, Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), setzt trotz der eskalierenden Gewalt auf neue Verhandlungen. "Selbst in der dunkelsten Stunde dürfen wir niemals die Hoffnung verlieren", sagte Grossi im Interview mit CBS News. Weitere Gespräche über das iranische Atomprogramm seien "unumgänglich".

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Der Atomexperte betonte, dass das iranische Atomprogramm zwar durch die Angriffe zurückgeworfen worden sei, die grundlegenden Kenntnisse und Fähigkeiten jedoch weiter bestehen blieben. "Deshalb müssen wir zurück an den Verhandlungstisch", so Grossi, der angab, sowohl mit dem Weißen Haus als auch mit Iran wichtige Gespräche geführt zu haben.

Reza Pahlavi, Sohn des letzten iranischen Schahs und Galionsfigur der iranischen Opposition, forderte unterdessen von Trump ein Umdenken bei seinem Ultimatum. Auf X appellierte Pahlavi an den US-Präsidenten, die zivile Infrastruktur bei Angriffen zu verschonen. "Das Regime muss demontiert werden, Iran selbst aber geschützt bleiben", erklärte der Oppositionsführer.