Trump sagt Gipfel mit Xi ab: Iran-Krieg als Grund - Handelskonflikte belasten Beziehung
Trump sagt Xi-Gipfel ab - Iran-Krieg als Begründung

Trump sagt Gipfeltreffen mit Xi Jinping ab - Iran-Krieg als offizielle Begründung

Die diplomatischen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und China erfahren eine deutliche Abkühlung. US-Präsident Donald Trump (79) hat das langfristig geplante Gipfeltreffen mit Chinas Staatspräsident Xi Jinping (72) kurzfristig abgesagt. Das Weiße Haus gab als offiziellen Grund an, dass Trump aufgrund der Eskalation des Iran-Krieges in Washington bleiben müsse.

Strategische Meerenge als zentraler Konfliktpunkt

Besondere Brisanz erhält die Absage durch ein vorangegangenes Interview des US-Präsidenten. Darin forderte Trump China explizit auf, sich am Schutz der strategisch wichtigen Straße von Hormus zu beteiligen. Durch diese maritime Engstelle verläuft etwa ein Fünftel des weltweiten Transports von Öl und Flüssiggas. Seit Beginn der militärischen Auseinandersetzungen mit dem Iran kommt es regelmäßig zu Angriffen auf amerikanische Öltanker und Schiffe verbündeter Nationen.

Der US-Präsident kündigte bereits militärischen Schutz für die Handelsschiffe an, sucht dafür jedoch noch internationale Partner. Neben traditionellen Verbündeten wie Japan, Südkorea, Großbritannien und Frankreich nannte Trump ausgerechnet China, das dem Iran politisch nahesteht. Diese ungewöhnliche Forderung wirft Fragen auf, ob die Gipfelabsage tatsächlich ausschließlich kriegsbedingt ist oder ob die ablehnende Haltung Pekings zu diesem Vorhaben eine Rolle spielt.

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Verhaltene Reaktion aus Peking und weitere Konfliktebenen

Die chinesische Regierung reagierte äußerst zurückhaltend auf die Absage. Ein Regierungssprecher teilte lediglich mit, man habe die Information "zur Kenntnis" genommen. Das Außenministerium in Peking wies zudem darauf hin, dass der geplante Besuch nichts mit Fragen der freien Schifffahrt in der Straße von Hormus zu tun habe und entsprechende Medienberichte als "falsch" zu betrachten seien.

Trump selbst betonte, die Absage sei "kein Trick" und hänge tatsächlich mit den kriegerischen Auseinandersetzungen zusammen. Ursprünglich sollte der US-Präsident vom 31. März bis zum 2. April nach China reisen, um dort mit Xi Jinping zusammenzutreffen.

Während Trump regelmäßig die "äußerst gute" persönliche Beziehung zu seinem chinesischen Amtskollegen hervorhebt, zeigen sich an anderen Stellen erhebliche Spannungen zwischen den beiden Supermächten. Erst am vergangenen Sonntag trafen sich Delegationen beider Länder in Paris zu Handelsgesprächen, die auch der Vorbereitung der Trump-Reise dienen sollten.

Im Anschluss daran legte China offiziell Protest gegen US-Handelsuntersuchungen ein, die zu neuen Zollerhöhungen führen könnten. Die Vorwürfe der amerikanischen Seite umfassen unfaire Handelspraktiken und den Einsatz von Zwangsarbeit in chinesischen Betrieben.

Ungewisse Zukunft des Gipfeltreffens

Unklar bleibt zunächst, ob und wann das Treffen zwischen Trump und Xi nachgeholt werden kann. Aus amerikanischen Regierungskreisen war von einem möglichen Zeitraum von etwa einem Monat die Rede, während sich chinesische Stellen zunächst nicht zu dieser Frage äußerten.

In einer jüngsten Entwicklung räumte das chinesische Außenministerium jedoch ein, dass aktuell Gespräche über die Probleme rund um den geplanten Besuch stattfinden. Dabei gehe es auch um die konkrete Terminierung der Trump-Reise. Die diplomatischen Verhandlungen laufen somit weiter, auch wenn der ursprüngliche Gipfeltermin nicht eingehalten werden kann.

Die Absage des Treffens markiert einen weiteren Tiefpunkt in den ohnehin bereits angespannten Beziehungen zwischen Washington und Peking. Neben den unmittelbaren Auswirkungen des Iran-Konflikts belasten vor allem die anhaltenden Handelsstreitigkeiten das Verhältnis der beiden wirtschaftlich stärksten Nationen der Welt.

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