USA greifen Ziele im Iran an: Vergeltung für Tankerangriffe in der Straße von Hormus
USA greifen Ziele im Iran nach Tankerangriffen an

US-Militär greift Ziele im Iran an

Die USA haben nach eigenen Angaben Ziele im Iran angegriffen. Dies sei eine Reaktion auf iranische Attacken auf drei Handelsschiffe in der Straße von Hormus, teilte das Militär mit. Das Vorgehen des Iran sei gefährlich und ein klarer Bruch der Waffenruhe. Zeitgleich berichteten iranische Medien über mehrere Explosionen im Süden des Landes, unter anderem in den Hafenstädten Sirik und Bandar Abbas sowie auf der Insel Keschm. Berichte über Opfer oder Schäden lagen zunächst nicht vor.

USA widerrufen Öl-Exportlizenz für Iran – Ölpreise steigen

Die USA haben als Reaktion auf die Attacken auf Öltanker eine Ausnahmegenehmigung zum Verkauf von iranischem Öl widerrufen. Die Ölpreise zogen daraufhin deutlich an; die Nordseesorte Brent und die US-Sorte WTI verteuerten sich nachbörslich um jeweils mehr als drei Prozent. Ein US-Regierungsvertreter bezeichnete das Vorgehen des Iran als völlig inakzeptabel und warnte vor Konsequenzen. Eine Stellungnahme aus Teheran lag zunächst nicht vor, und niemand bekannte sich zu den Angriffen. In den vergangenen Tagen waren nach Angaben der britischen Seefahrtsbehörde UKMTO drei Tanker in und nahe der strategisch wichtigen Meerenge von unbekannten Projektilen getroffen worden.

Netanjahu bremst Erwartungen an Waffenruhe mit Iran

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hält es für zu früh, um die Folgen des Waffenruhe-Abkommens zwischen den USA und dem Iran abzuschätzen. US-Präsident Donald Trump glaube zwar, das iranische Atomprogramm stoppen zu können, Netanjahu selbst habe jedoch Zweifel, sagte er dem Sender CNN. Bei den zentralen Fragen im Umgang mit Teheran seien er und Trump sich einig, auch wenn es gelegentlich Meinungsverschiedenheiten gebe. „Wir sind wahre Verbündete“, erklärte Netanjahu.

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Katar bestellt iranischen Vize-Botschafter ein

Nach dem Angriff auf einen katarischen Flüssiggas-Tanker in der Straße von Hormus hat Katar den iranischen Vize-Botschafter in dem Golfstaat einbestellt. Der Angriff gefährde die Sicherheit der Schifffahrt und die weltweite Energieversorgung, hieß es in einer Protestnote, die dem Vize-Botschafter Mohsen Ghanei überreicht wurde. Der Iran sei „rechtlich voll verantwortlich“, teilte das katarische Außenministerium mit. Der mehr als 300 Meter lange Tanker „al-Rekajat“ gehört einer Reederei in Doha. Laut der Beraterfirma EOS Risk Group brach nach dem Angriff an Bord ein Feuer aus, und die Besatzung verließ das Schiff.

Weiteres Schiff in der Straße von Hormus beschossen

Die britische Seefahrtsbehörde UKMTO meldete, dass ein weiteres Schiff von einem Geschoss getroffen wurde. Man gehe von strukturellen Schäden aus, aber niemand sei verletzt worden. Stunden zuvor hatte die UKMTO bereits den Beschuss eines Tankers vor der Küste des Oman gemeldet, der in Brand geraten war.

LNG-Tanker aus Katar droht zu explodieren

Der katarische Flüssiggas-Tanker droht nach einem iranischen Raketenangriff nahe der Straße von Hormus zu explodieren. Im Maschinenraum sei ein Feuer ausgebrochen, sagte ein Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Die iranische Revolutionsgarde habe in der Nacht Raketen auf Schiffe abgefeuert. Die Besatzung des Tankers „Al Rekayyat“ wurde evakuiert, nachdem das Schiff an der Backbordseite getroffen worden war und Notsignale abgesetzt hatte.

Deutschland verfünffacht Hilfe für Yad Vashem

Die Bundesregierung verfünffacht ihre finanzielle Unterstützung für die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Die bisherige jährliche Förderung von einer Million Euro werde bis zum Ende des Jahrzehnts auf fünf Millionen Euro erhöht, teilte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts mit. Außenminister Johann Wadephul unterzeichnete die Vereinbarung während seines Besuchs in Israel. Mit den zusätzlichen Mitteln sollen unter anderem die Bestände digitalisiert und Bildungsprogramme ausgebaut werden.

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Wadephul warnt vor Schwächung der Palästinensischen Autonomiebehörde

Bundesaußenminister Johann Wadephul warnte bei einem Besuch in Jerusalem vor einer Schwächung der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA). Dies diene nicht der Sicherheit Israels; vielmehr könne ein Vakuum entstehen, das radikalere Kräfte füllen könnten. Die PA sei reformbedürftig, benötige jedoch die ihr zustehenden Steuer- und Zolleinnahmen. Wadephul forderte erneut die Freigabe dieser Gelder durch die israelische Regierung.

Israel baut Kontrolle im Westjordanland aus

Die israelische Regierung weitet nach Einschätzung der Nichtregierungsorganisationen Peace Now und Kerem Navot ihre Kontrolle über das Westjordanland in „beispiellosem Tempo“ aus. Die Regierung habe das Verwaltungs- und Kontrollsystem innerhalb von drei Jahren grundlegend verändert, was die Chancen auf eine politische Einigung ernsthaft beeinträchtigen könnte. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.

Explosionen in Damaskus nahe Macrons Hotel

In der syrischen Hauptstadt Damaskus sind Sprengsätze in der Nähe eines Hotels explodiert, in dem der französische Präsident Emmanuel Macron absteigen sollte. Ein Reuters-Reporter berichtete von Explosionen und aufsteigendem Rauch; die Straßen seien abgeriegelt worden. Macron ist der erste führende EU-Politiker, der Damaskus seit dem Sturz von Baschar al-Assad besucht.

Iran lehnt Verhandlungen bei anhaltenden Drohungen ab

Der Iran wird nach den Worten von Außenminister Abbas Araghchi keine Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen mit den USA aufnehmen, solange die Drohungen aus Washington andauern. Er reagierte damit auf US-Präsident Donald Trump, der gedroht hatte, „den Job zu Ende zu bringen“. Araghchi verwies auf ein Zwischenabkommen, in dem sich beide Seiten verpflichtet hatten, auf Gewaltandrohung zu verzichten.

Tankerpassagen durch Straße von Hormus erholen sich langsam

Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus erholt sich langsam. Am Sonntag passierten sechs Öl- und Gastanker die Meerenge auf der omanischen Küstenroute unter US-Schutz. Zuvor hatten acht Schiffe unerklärte Kehrtwenden vollzogen. Westliche Marineverbände warnen weiterhin vor einem erheblichen Bedrohungsrisiko und gehen von verminten Gebieten aus. Der Iran besteht darauf, dass Schiffe ausschließlich die von Teheran genehmigte Route nutzen dürfen.

Trauerzug für Chamenei in Teheran

Vor der Beerdigung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei wurde dessen Leichnam in einer Prozession durch Teheran geführt. Chamenei war am 28. Februar durch einen israelischen Luftangriff getötet worden. Anschließend führten die USA und Israel mehr als fünf Wochen Krieg gegen den Iran, bis eine Waffenruhe vereinbart wurde.

Schiff vor Jemen meldet bewaffneten Angriff

Ein Frachtschiff meldete im Roten Meer vor der jemenitischen Küste einen bewaffneten Angriff. Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz kontrolliert den Norden und Westen des Landes und hatte seit 2023 Dutzende Schiffe angegriffen.

Iran nimmt Seehandel mit Katar wieder auf

Der Iran hat den Seehandel mit Katar wieder aufgenommen. Der Schiffsverkehr zwischen dem iranischen Hafen Dajjer und dem katarischen Hafen Al-Ruwais sei wieder angelaufen, sagte der iranische Handelsattaché in Doha.