USA verschärfen Einreisebestimmungen: Kautionspflicht für Reisende aus 50 Ländern
USA: Kautionspflicht für Reisende aus 50 Ländern

USA verschärfen Einreisebestimmungen: Kautionspflicht für Reisende aus 50 Ländern

Die Vereinigten Staaten von Amerika weiten ihr Pilotprojekt zur Bekämpfung von Visa-Überziehungen deutlich aus. Ab dem 2. April 2026 müssen Reisende aus insgesamt 50 Ländern eine Kaution in Höhe von 15.000 US-Dollar (etwa 13.000 Euro) hinterlegen, wenn sie die Grenze der USA übertreten möchten. Dies gab das US-Außenministerium in einer aktuellen Mitteilung bekannt.

Hintergrund und Ziele des Programms

Mit dieser Maßnahme verfolgt die US-Regierung ein klares Ziel: Sie möchte die Kosten für die amerikanischen Steuerzahler reduzieren, die durch die Abschiebung von Ausländern entstehen. Laut offiziellen Angaben kostet es die Steuerzahler im Durchschnitt 18.000 Dollar, wenn ein Ausländer abgeschoben werden muss. Das Kautionsprogramm soll Einreisende davon abhalten, ihr Visum zu überziehen und damit illegale Aufenthalte zu verhindern.

Das Pilotprojekt war im August des vergangenen Jahres gestartet worden und hat nach Angaben des Ministeriums bereits zu einem deutlichen Rückgang der Visa-Überziehungen geführt. Die nun beschlossene Erweiterung auf 50 Länder unterstreicht den Erfolg dieser Initiative.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Betroffene Länder und Ausnahmen

Zu den zwölf neu hinzugekommenen Ländern gehören unter anderem:

  • Tunesien, das als WM-Teilnehmerland besondere Aufmerksamkeit erregt
  • Kambodscha und Äthiopien
  • Georgien und Grenada
  • Lesotho und Mauritius
  • Die Mongolei und Mosambik
  • Nicaragua und Papua-Neuguinea
  • Die Seychellen

Nicht betroffen von der Kautionspflicht sind Besucher aus Staaten des sogenannten Visa Waiver Programs (VWP). Zu den 42 Mitgliedern dieses Programms gehören neben den meisten EU-Staaten auch Deutschland. Reisende aus diesen Ländern können weiterhin ohne Kaution in die USA einreisen, sofern sie die üblichen Voraussetzungen erfüllen.

Rückerstattung und praktische Umsetzung

Die Kaution in Höhe von 15.000 Dollar wird den Reisenden vollständig zurückerstattet, sofern sie sich an die Einreisevorgaben halten oder ihre Reise nicht antreten. Dies soll sicherstellen, dass das Programm fair umgesetzt wird und keine unnötigen finanziellen Belastungen für legale Reisende entstehen.

Die US-Regierung betont, dass diese Maßnahme nicht nur der Kosteneinsparung dient, sondern auch die Sicherheit und Ordnung an den Grenzen verbessern soll. Durch die Abschreckungswirkung der Kaution erhofft man sich eine weitere Reduzierung illegaler Aufenthalte.

Für Geschäftsreisende und Touristen aus den betroffenen Ländern bedeutet die neue Regelung eine zusätzliche Hürde bei der Planung von USA-Reisen. Es wird erwartet, dass die Einreisezahlen aus diesen Staaten kurzfristig zurückgehen könnten, während langfristig die Legalität der Aufenthalte gestärkt werden soll.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration