Venezuelas Übergangspräsidentin fordert Ende der US-Sanktionen gegen Öltanker
Venezuelas Präsidentin drängt auf Ende der US-Sanktionen

Venezuelas Übergangspräsidentin fordert Ende der US-Sanktionen gegen Öltanker

Seit sieben Jahren blockiert ein US-Ölembargo Venezuela, und seit Ende des vergangenen Jahres greifen weitere Sanktionen. Nach dem Überfall der US-Armee auf Venezuela Anfang Januar hofft Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez nun auf ein baldiges Ende dieser Blockaden. In einer Fernsehansprache am Donnerstag erklärte Rodríguez: "Die Blockade und die Sanktionen gegen Venezuela müssen jetzt enden." Die frühere Stellvertreterin des bei einem US-Militäreinsatz gefangengenommenen Präsidenten Nicolás Maduro bezeichnete Venezuela und die USA zudem als "Freunde".

Appell an US-Präsident Trump

Rodríguez wandte sich in ihrer Rede direkt an US-Präsident Donald Trump: "Präsident Trump, als Freunde, als Partner, eröffnen wir eine neue Agenda der Zusammenarbeit mit den USA." Am Dienstag hatte Trump Venezuela in seiner Rede an die Nation als "unseren neuen Freund und Partner" bezeichnet. Im Dezember hatte Trump eine Blockade sanktionierter Öltanker angeordnet, die nach Venezuela unterwegs waren oder von dort kamen. Eine Reihe weiterer Sanktionen wurde gegen Einzelpersonen und staatliche Einrichtungen in Caracas verhängt.

Hoffnung auf Normalisierung der Beziehungen

Am 3. Januar wurde Maduro bei einem US-Militäreinsatz gefangengenommen und in die USA gebracht. Er sitzt in New York in Haft, wo ihm wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden soll. Seitdem setzt Trump auf eine Zusammenarbeit mit der Regierung in Caracas. Rodríguez bemüht sich intensiv um eine Normalisierung der Beziehungen zu den USA. In den vergangenen Wochen lockerte Washington seine Sanktionen gegen Venezuela. US-Energieminister Chris Wright erklärte, das seit 2019 geltende US-Ölembargo sei "im Grunde beendet".

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Die US-Regierung erteilte zudem den großen Ölkonzernen BP, Chevron, Eni, Repsol und Shell Lizenzen zur Wiederaufnahme von Geschäften in Venezuela. In den Lizenzen ist vorgesehen, dass die Öl- und Gaserlöse auf Konten gehen müssen, die vom Finanzministerium in Washington benannt werden. Zudem dürfen die Energiekonzerne China, Iran oder Russland nicht an Investitionen in Venezuela beteiligt sein. Diese Maßnahmen deuten auf eine schrittweise Entspannung hin, doch Rodríguez drängt auf ein vollständiges Ende der Sanktionen, um die wirtschaftliche Erholung Venezuelas zu unterstützen.

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