US-Sondergesandter Witkoff sieht Chancen auf Iran-Deal - Krieg tobt weiter
Witkoff sieht Chancen auf Iran-Deal - Krieg tobt weiter

US-Sondergesandter Witkoff sieht Chancen auf Iran-Deal - Krieg tobt weiter

Nach erneuten Drohungen von US-Präsident Donald Trump bleibt die Lage im Iran-Krieg unklar, doch der US-Sondergesandte Steve Witkoff zeigt sich optimistisch über eine mögliche Einigung. In Washington bestätigte Witkoff die Übermittlung eines 15-Punkte-Plans zur Beilegung des Konflikts an den Iran, während Teheran bereits Gegenforderungen gestellt hat.

Witkoff: Alternative für den Iran ist Tod und Zerstörung

Witkoff berichtete von guten Kontakten mit Teheran, betonte aber, dass die iranische Führung nun am Zug sei. „Wir werden sehen, wohin die Dinge führen, und ob wir den Iran davon überzeugen können, dass dies der Wendepunkt ist, an dem es für ihn keine besseren Alternativen gibt als noch mehr Tod und Zerstörung“, sagte er. Der 15-Punkte-Plan wurde über die pakistanische Regierung übermittelt und bildet den Rahmen für ein mögliches Friedensabkommen, wobei die Inhalte der Gespräche vertraulich bleiben sollen.

Trump droht und verschob Frist

US-Präsident Trump erneuerte seine Drohungen gegen den Iran und schloss nicht aus, die Kontrolle über das iranische Öl zu übernehmen. „Es ist eine Option“, sagte er auf eine Journalistenfrage. Zuvor hatte Trump dem Iran mit der Zerstörung von Kraftwerken gedroht, sollte Teheran die Straße von Hormus nicht freigeben. Am Montag verschob er die Frist dafür um fünf Tage und begründete dies mit produktiven Gesprächen.

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Iran setzt Gegenangriffe fort

Der Iran setzt seine militärischen Gegenangriffe unvermindert fort. Am Donnerstagmorgen flogen binnen weniger Stunden mindestens sieben Wellen iranischer Raketenangriffe auf Israel, mit Einschlägen in Gebieten wie Tel Aviv, Jerusalem und dem Norden des Landes. Es gab Berichte über Verletzte, und in Abu Dhabi wurden zwei Menschen durch Raketentrümmer getötet. Auch andere Golfstaaten meldeten erneuten Beschuss.

Verhandlungen und Gegenforderungen

Teheran hatte zunächst jegliche Verhandlungen abgestritten, übermittelte dann aber eine Antwort auf den US-Vorschlag mit Forderungen wie einem Ende der Kampfhandlungen an allen Fronten und einem Stopp gezielter Tötungen durch die USA und Israel. Pakistans Außenminister Ishaq Dar bestätigte Vermittlungsbemühungen seines Landes und teilte mit, dass der 15-Punkte-Plan vom Iran erwogen wurde.

Israel rechnet mit Waffenruhe

Israelische Medien berichten, dass Trump bereits am Wochenende im Alleingang eine Waffenruhe mit dem Iran verkünden könnte, wobei Zeitpunkte von diesem Samstag bis Mitte nächster Woche genannt werden. Trump äußerte sich jedoch skeptisch und bezeichnete die iranischen Verhandler als „anders“ und „seltsam“.

Iranische Skepsis und Warnungen

In Teheran herrscht Skepsis angesichts der US-Verhandlungsbereitschaft, mit Befürchtungen vor militärischen Einsätzen auf der Ölinsel Charg oder in der Straße von Hormus. Irans Außenminister Abbas Araghtschi warnte vor weiteren militärischen Spannungen durch ausländische Eindringlinge, während Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf vor einer möglichen „Besetzung einer iranischen Insel“ warnte.

Der weitere Verlauf des Kriegs bleibt ungewiss, mit Prognosen von einer schnellen Waffenruhe bis zu Angriffen mit Bodentruppen. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen mit Sorge, während die diplomatischen Bemühungen hinter den Kulissen weitergehen.

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