Merz und Bas zu Rentenreform: Pressekonferenz der Expertenkommission
Merz und Bas: Rentenexperten übergeben Empfehlungen

Die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission hat nach monatelangen Beratungen ihre Vorschläge zur Reform der gesetzlichen Rentenversicherung vorgelegt. Am Mittwoch übergab das Expertengremium seine Empfehlungen an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin Andrea Bas (SPD) im Kanzleramt. Die Pressekonferenz wurde live übertragen.

Kernpunkte der Reformvorschläge

Die Kommission schlägt ein sogenanntes „Schweden-Modell“ vor, das eine Grundrente plus kapitalgedeckte Zusatzrente vorsieht. Demnach sollen Arbeitnehmer künftig 770 Euro mehr Rente pro Monat erhalten, wenn sie in das neue System einzahlen. Das Modell sieht eine schrittweise Abkehr vom Umlageverfahren hin zu einer stärkeren Kapitaldeckung vor.

„Wir stehen vor einer Zeitenwende in der Altersvorsorge“, sagte Merz in der Pressekonferenz. „Die Vorschläge sind ambitioniert, aber notwendig, um die Rente für die nächsten Generationen zu sichern.“ Arbeitsministerin Bas betonte, dass die Reform sozial ausgewogen sein müsse: „Wir werden die Details nun sorgfältig prüfen und einen Gesetzentwurf erarbeiten, der die Interessen aller Generationen berücksichtigt.“

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Reaktionen der Opposition und Verbände

Die Opposition kritisierte die Pläne umgehend. Die Fraktionsvorsitzende der Linken, Heidi Reichinnek, warf der Regierung vor, „ein reines Rentenkonzept für Gutverdiener“ vorzulegen. Der Sozialverband VdK forderte Nachbesserungen, um Geringverdiener nicht zu benachteiligen. Die Deutsche Rentenversicherung hingegen begrüßte den Vorstoß als „mutigen Schritt“.

Die Kommission tagte seit Januar 2026 und legte ihren Abschlussbericht pünktlich zum vereinbarten Termin vor. Die Regierung will noch vor der Sommerpause einen Gesetzentwurf auf den Weg bringen. Die Reform soll ab 2030 schrittweise in Kraft treten.

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