Kommunalwahlen in Bayern: Reiter verpasst absolute Mehrheit – Stichwahl in München nötig
Bayern: Reiter verpasst Mehrheit – Stichwahl in München

Kommunalwahlen in Bayern: Enttäuschender Wahlabend für Amtsinhaber Reiter

Die ersten Ergebnisse der Kommunalwahlen in Bayern haben für Überraschungen gesorgt. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter von der SPD verpasste die absolute Mehrheit und muss sich in einer Stichwahl behaupten. Nach Schließung der Wahllokale um 18 Uhr deutete sich an, dass die Entscheidung in vielen bayerischen Städten erst in einer zweiten Runde fallen wird.

München: Reiters Rückschlag und die Folgen

Nach Auszählung von mehr als 1000 der insgesamt 1376 Wahlbezirke erreichte Dieter Reiter lediglich 35,5 Prozent der Stimmen. Der Grünenkandidat Dominik Krause folgte mit 29,5 Prozent. Damit ist eine Stichwahl am 22. März unumgänglich. Zum Vergleich: Bei der Wahl im Jahr 2020 hatte Reiter im ersten Wahlgang noch 47,9 Prozent erzielt. Der Amtsinhaber sprach von einem enttäuschenden Ergebnis und führte dies unter anderem auf Kritik in den vergangenen Wochen zurück.

Reiter räumte ein, ein, zwei Fehler gemacht zu haben, wie der Bayerische Rundfunk berichtete. In der Kritik stand er aufgrund seiner Tätigkeit für den FC Bayern, bei der er Einkünfte nicht beim Stadtrat angegeben hatte. Zudem hatte er im Stadtrat einen rassistischen Ausdruck verwendet, der heute als N-Wort bekannt ist. Reiter entschuldigte sich dafür und erklärte, die Äußerung stamme aus einem Lied.

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Stichwahlen in weiteren bayerischen Städten

Nicht nur in München, sondern auch in anderen Großstädten Bayerns wird die Entscheidung erst in einer Stichwahl getroffen:

  • In Nürnberg deutet sich ein Duell zwischen Amtsinhaber Marcus König (CSU) und SPD-Herausforderer Nasser Ahmed an.
  • In Regensburg wird die Oberbürgermeisterwahl ebenfalls zwischen CSU und SPD in der zweiten Runde entschieden.
  • In Augsburg muss Amtsinhaberin Eva Weber ihren Posten verteidigen.
  • In Bamberg treten Jonas Glüsenkamp (Grüne) und Sebastian Niedermaier (SPD) gegeneinander an, während die ehemalige Ministerin Melanie Huml (CSU) mit 28,2 Prozent ausgeschieden ist.

Klarheiten und Enttäuschungen

Während in Fürth Amtsinhaber Thomas Jung (SPD) mit großer Mehrheit von 72,13 Prozent wiedergewählt wurde, blieb für AfD-Landeschef Stephan Protschka der Traum von einer Stichwahl in Dingolfing-Landau unerfüllt. Nach Auszählung von 238 der 240 Wahlgebiete erreichte Protschka nur 18,3 Prozent und lag damit deutlich hinter dem wiedergewählten CSU-Landrat Werner Bumeder mit 65,3 Prozent.

Die Kommunalwahlen in Bayern zeigen somit ein gemischtes Bild: Während einige Amtsinhaber ihre Position festigen konnten, müssen sich andere in Stichwahlen beweisen. Die politische Landschaft im Freistaat bleibt spannend, insbesondere mit Blick auf die anstehenden Entscheidungen in der zweiten Runde.

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