Überschwemmung in Bargischow: Familie dankt Feuerwehr und THW für schnellen Rettungseinsatz
Starke Regenfälle und plötzliches Tauwetter haben bei Familie Hendricks am Ortsrand von Bargischow zu einer dramatischen Überschwemmung geführt. Die Wassermassen bedrohten Haus und Hof in bisher unbekanntem Ausmaß. Heute, nur wenige Tage nach dem Ereignis, ist der Garten bereits wieder trocken, doch die Erinnerung an die gefährliche Situation bleibt lebendig.
Wassermassen vom Acker bedrohen Gehöft
Beim Tauwetter vor gut einer Woche war das Gehöft der Familie Hendricks massiv von Überschwemmungen betroffen. „Man könnte ja denken, wir spinnen“, sagt Reinhard Hendricks, wenn er heute auf den trockenen Garten blickt. Doch am Abend des 23. Februars war die Situation alles andere als eingebildet. Immer mehr Wasser drang vom benachbarten Acker auf das Grundstück ein und ließ den Pegel stetig ansteigen.
„Wir wohnen seit 1984 hier, doch so viel Wasser hatten wir noch nie“, berichtet der 63-Jährige. Vor zwanzig Jahren, nach einer früheren Überschwemmung, hatte er einen Wall um das Grundstück angelegt, der seither ausreichenden Schutz bot. Doch dieses Mal reichte der kleine Erdhügel bei weitem nicht aus.
Eskalation der Lage und Alarmierung der Rettungskräfte
Zuerst stand der Garten unter Wasser, dann stieg der Pegel auch beim Gartenhaus immer höher. Eine Tauchpumpe konnte die Wassermassen nicht bewältigen und brachte keine Linderung. Schließlich lief die Kläranlage voll und der Wasserstand näherte sich bedrohlich der gepflasterten Fläche in Richtung Haus. In diesem kritischen Moment rief die Familie die Feuerwehr.
Ellen Hendricks, die 62-Jährige Ehefrau, war noch auf der Arbeit, als sie ein Blaulicht nach dem anderen in Richtung Bargischow ausrücken sah. „Das wird doch wohl nicht schon bei uns sein“, lautete ihr erster Gedanke. Doch genau dort war der Einsatzort.
Großangelegter Hilfseinsatz mit vielen Beteiligten
Neben der Anklamer Feuerwehr rückten im Verlauf des Einsatzes zahlreiche weitere Helfer an:
- Der Bauhof der Stadt Anklam unterstützte mit schwerer Technik
- Das Technische Hilfswerk (THW) aus Hamburg war mit spezieller Pumptechnik vor Ort
- Die Firma Tiefbau Sommerfeld half mit einem Bagger
- Amtswehrführer Rico Scheffler lieferte Sandsäcke aus Bugewitz
Zudem packten Nachbarn, Gemeindevertreter und sogar der Bürgermeister persönlich beim Befüllen und Aufschichten der Sandsäcke mit. Die Hilfsbereitschaft war überwältigend.
Herzlicher Dank für die überwältigende Unterstützung
„Es waren so viele Leute vor Ort, dass wirklich an niemandem der Dank unserer Familie vorbeigehen soll“, betont Ellen Hendricks. Die Hilfsbereitschaft und Unterstützung, die sie erfahren haben, nehmen sie keineswegs als selbstverständlich hin. Besonders beeindruckt hat sie, dass die freiwilligen Kräfte von Feuerwehr und THW trotz eines anstrengenden Einsatzmarathons am vorherigen Wochenende sofort zur Stelle waren.
„Doch es waren alle nett und freundlich und haben angepackt, wo sie nur konnten“, sagt Ellen Hendricks anerkennend. Gerade deshalb sei ihnen der öffentliche Dank an alle Helfer eine echte Herzensangelegenheit.
Zukunftspläne für besseren Hochwasserschutz
Um sich zukünftig besser vor solchen Wassermassen zu schützen, wollen die Hendricks mit der Gemeinde und dem örtlichen Landwirtschaftsbetrieb nach einer dauerhaften Lösung suchen. Geplant ist, den Erdwall rund um das Grundstück möglicherweise zu erhöhen, um ähnliche Einsätze in Zukunft zu vermeiden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass der bisherige Schutz nicht mehr ausreicht, wenn extreme Wetterereignisse auftreten.
Die Solidarität und der schnelle Einsatz aller Beteiligten haben Schlimmeres verhindert und der Familie gezeigt, dass in Notlagen die Gemeinschaft zusammensteht. Ein Beispiel für vorbildliches Engagement in einer akuten Krisensituation.



