Ein tragischer Bootsunfall hat sich am Samstag auf dem Greifswalder Bodden vor Lubmin ereignet. Ein 45-jähriger Angler aus Vorpommern kam dabei ums Leben, obwohl eine Segelyacht die beiden Insassen schnell aus dem kalten Wasser retten konnte.
Angelkahn kentert plötzlich
Der 45-Jährige war gemeinsam mit einem 43-jährigen Bekannten in einem Mietboot auf dem Bodden unterwegs, als ihr Angelkahn aus bislang ungeklärter Ursache kenterte. Beide Männer stürzten in das kalte Wasser. Die Besatzung einer nahegelegenen Segelyacht bemerkte den Notfall und zog die beiden Angler aus dem Wasser. Beide stammen aus dem Kreis Vorpommern-Greifswald.
Großaufgebot an Rettungskräften
Parallel zur Rettung durch die Segelyacht wurde ein großangelegter Rettungseinsatz gestartet. Einheiten der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), ein Hubschrauber sowie die Wasserschutzpolizei eilten zum Unglücksort. Noch während der Fahrt in den Hafen wurde ein medizinisches Team per Hubschrauber auf die Segelyacht gebracht, um die Erstversorgung der unterkühlten Männer zu übernehmen.
Trotz sofortiger Reanimationsmaßnahmen verstarb der 45-Jährige noch in der Marina. Der zweite Angler wurde in ein Krankenhaus eingeliefert, sein Zustand ist nicht bekannt.
Bergung des Bootes
Das gekenterte Boot wurde später von dem Seenotrettungskreuzer „Berthold Beitz“ geborgen und in einen nahegelegenen Hafen geschleppt. Aus dem Boot traten keine Betriebsstoffe aus, sodass keine Umweltgefahr bestand.
Ermittlungen zur Unfallursache
Die Polizei hat Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufgenommen. Zudem wurde ein Verfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet. Die zuständigen Behörden untersuchen den Vorfall weiter.



