1000 Euro Prämie: Nur ein Unternehmen in Rostock hat sich positioniert
1000 Euro Prämie: Nur ein Unternehmen in Rostock klar

Gegen den Preisanstieg: 1000 Euro Prämie für Beschäftigte

Die Bundesregierung hat angekündigt, dass Unternehmen ihren Mitarbeitern eine steuer- und abgabenfreie Prämie von bis zu 1000 Euro zahlen können. Diese Maßnahme soll die Bürger angesichts der gestiegenen Lebenshaltungskosten infolge des Iran-Kriegs entlasten. Ähnliche Regelungen gab es bereits während der Corona-Pandemie. Doch wie reagieren die Arbeitgeber in Rostock auf diesen Vorschlag? Bisher hat sich nur ein Unternehmen klar positioniert.

Viele Arbeitgeber warten ab

Die meisten Unternehmen in Rostock halten sich noch zurück. Sie möchten erst die endgültigen gesetzlichen Regelungen abwarten, bevor sie eine Entscheidung treffen. Das Kreuzfahrtunternehmen Aida Cruises betont, dass noch kein verabschiedetes Gesetz vorliege. Man werde sich eine Meinung bilden, sobald verbindliche Eckdaten bekannt seien. Auch die Ostseesparkasse (Ospa) Rostock gibt an, dass noch keine Entscheidung gefallen sei. Man prüfe jedoch fortlaufend die Möglichkeit, da dies eine Entlastung für die Mitarbeiter bedeuten würde. Die Neptun Werft/Meyer Werft erklärt, es handele sich bisher um einen Plan der Bundesregierung. Sobald die finale Regelung vorliege, werde man prüfen, welche Optionen infrage kommen. Die Firma Goldbeck äußerte sich gar nicht zu dem Thema.

Universität und Land noch in Gesprächen

Die Universität Rostock verwies auf das Land bzw. das Finanzministerium. Aus dem Ministerium hieß es, dass die Gespräche zu den Entlastungsmaßnahmen noch andauern. Von den Regelungen wären rund 2060 Personen betroffen, studentische Hilfskräfte und wissenschaftliche Mitarbeiter nicht eingerechnet. Eine Entscheidung über die Prämie für Landesbeschäftigte sei noch nicht getroffen.

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Stadtverwaltung: Prämie vorerst nicht relevant

Für die knapp 2700 Beschäftigten der Rostocker Stadtverwaltung ist die Prämie nach Angaben des Rathauses vermutlich nicht relevant, da sie nach Tarifvertrag des Verbandes kommunaler Arbeitgeber bezahlt werden. Sollte es jedoch zu entsprechenden tariflichen Regelungen kommen, wären diese auch für die Stadtverwaltung relevant. Allerdings läuft der aktuelle Tarifvertrag bis zum 31. März 2027. Die Bundesregierung plant jedoch eine Verlängerung der Prämie bis zum 30. Juni 2027, was die Situation ändern könnte.

Stadtwerke: Keine rechtliche Grundlage

Die Stadtwerke Rostock verweisen ebenfalls auf den Tarifvertrag. Für die gut 700 Beschäftigten gelte der Tarifvertrag für Versorgungsbetriebe (TV-V). Eine Zahlung der Entlastungsprämie sei derzeit nicht möglich, da es keine rechtliche Grundlage im Tarifvertrag gebe.

RSAG zahlt Prämie bereits im August 2026

Einzig die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) hat sich klar positioniert. Nach den Tarifverhandlungen für den ÖPNV, die in der fünften Runde abgeschlossen wurden, ist die Zahlung der Prämie Teil der Tarifeinigung. Wie Sprecherin Beate Langner mitteilt, erhalten alle Beschäftigten des TV-N Mecklenburg-Vorpommern im August 2026 die steuer- und abgabenfreie Entlastungsprämie in Höhe von 1000 Euro. Vollzeitbeschäftigte bekommen den vollen Betrag, Teilzeitbeschäftigte anteilig. Normalerweise sei eine solche Prämie nur mit einer tariflichen Regelung möglich.

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