Johannes Winkel, Vorsitzender der Jungen Union (JU), hat die Empfehlungen der Rentenkommission als „Deniz-Undav-Moment“ für die Bundesregierung bezeichnet. Der CDU-Politiker zog damit einen ungewöhnlichen Vergleich zum späten 1:1-Ausgleichstreffer von Nationalspieler Deniz Undav gegen die Elfenbeinküste am vergangenen Samstag. „Lange lief es nicht rund, doch nun wurden die richtigen Experten eingewechselt“, sagte Winkel mit Blick auf die vorgeschlagenen Reformen.
Lob für die Rentenkommission
Winkel zeigte sich „sehr zufrieden“ mit den Ergebnissen der Kommission. Deutschland stehe bei der Zukunft der Sozialversicherungen vor einer gewaltigen Herausforderung. Die Kommission habe jedoch bewiesen, dass Kompromisse mehr sein könnten als nur der kleinste gemeinsame Nenner. Besonders wichtig sei das geplante Aus für Frühverrentungsmodelle wie die Rente mit 63. Zudem habe Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten wertvolle Zeit verloren, weil eine kapitalgedeckte Altersvorsorge nicht eingeführt worden sei.
Versäumnisse der Vergangenheit
„Wenn wir sehen, wie viel Geld wir im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn verloren haben, ist das einfach unglaublich“, kritisierte Winkel. Die geplante Einführung einer kapitalgedeckten Rente komme zwar spät, sei aber „genau der richtige Schritt“. Als Vorbild nannte er Schweden, wo dieses Modell aus seiner Sicht äußerst erfolgreich sei. Die Kommission habe bewiesen, dass Kompromisse mehr sein können als nur der kleinste gemeinsame Nenner.
Der JU-Chef lobte auch die Arbeit der beteiligten Politiker. Die Vorschläge der Rentenkommission seien ein wichtiger Beitrag zur Sicherung der gesetzlichen Rentenversicherung. Deutschland müsse jetzt schnell handeln, um die Weichen für eine nachhaltige Alterssicherung zu stellen.



