RND entschuldigt sich für Fehler in Podcast zu Merz und Döpfner
RND entschuldigt sich für Podcast-Fehler zu Merz und Döpfner

Die Macher des Podcasts „Wenn Sie wüssten…“ des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) haben sich für Teile ihrer ersten Folge entschuldigt. In der zweiten Folge räumte der Journalist Stephan Lamby ein, dass sie den Verdacht, Bundeskanzler Friedrich Merz und Springer-Chef Mathias Döpfner hätten sich „wörtlich so geäußert, wie in unserem Podcast gesendet, nicht verbreiten dürfen“.

Hintergrund des Podcasts und der Vorwürfe

Die erste Folge des RND-Podcasts hatte über ein Vier-Augen-Gespräch zwischen Merz und Döpfner Anfang 2026 im Kanzleramt berichtet. Dabei sei es in der Frage des Umgangs mit der AfD zu einem schweren Zerwürfnis gekommen. Springer und das Kanzleramt hatten dieser Darstellung umgehend widersprochen. Daraufhin reagierte das RND erst mit einer Klar- und dann mit einer Richtigstellung.

Bedauern über ausgewählte Formulierungen

Lamby sagte nun, auch die Mutmaßung, es könne eine Bedrohung von Döpfner gegen Merz gegeben haben, hätte man nicht anstellen dürfen. „Diesen Fehler bedauern wir, und wir möchten Sie, liebe Hörerinnen und Hörer, um Entschuldigung bitten.“

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Kern der Recherche bleibt bestehen

An anderen Rechercheergebnissen halten die Podcast-Macher jedoch fest. „Der Verdacht, Döpfner habe Merz dazu bewegen wollen, mit der AfD zusammenzuarbeiten, bleibt bestehen“, sagte Lamby. RND-Chefredakteurin Eva Quadbeck sprach davon, dass sich Union und Kanzleramt von dem Medienhaus Axel Springer „unter Druck gesetzt sehen, die Brandmauer zur AfD einzureißen“. Die Vize-Chefin des RND in Berlin, Kristina Dunz, sagte: „Der Kern unserer Recherche aus der vergangenen Woche bleibt bestehen.“

Reaktionen von Axel Springer und der Bundesregierung

Nach der ersten Folge hatte das Medienhaus Axel Springer die Schilderung als „glatte Lüge“ zurückgewiesen. Zu den Äußerungen in der zweiten Podcastfolge wollte sich Springer auf Anfrage am Dienstag nicht äußern. Die Bundesregierung hatte am Freitag bestätigt, dass es im Frühjahr 2026 ein Gespräch zwischen dem Bundeskanzler und dem Vorstandsvorsitzenden von Axel Springer gab. „Über die Inhalte des Gesprächs wurde Vertraulichkeit vereinbart“, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius. Daran halte man sich auch weiterhin, allerdings müsse man angesichts der Spekulationen feststellen, dass die Wiedergabe des Gesprächs nicht korrekt sei.

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