AfD-Fraktion droht Jan Wenzel Schmidt mit Ausschluss wegen Vetternwirtschaftsvorwürfen
In der anhaltenden Debatte über sogenannte Vetternwirtschaft innerhalb der AfD zeichnen sich erste größere personelle Konsequenzen ab. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Jan Wenzel Schmidt aus Sachsen-Anhalt droht der Rauswurf aus der Fraktion, wie Co-Partei- und Fraktionschef Tino Chrupalla bestätigte.
Fraktionsvorstand stellt Antrag auf Ausschluss
Chrupalla verwies in der Sendung „Frühstart“ von RTL/ntv auf einen entsprechenden Antrag des Fraktionsvorstandes, über den die Fraktion an diesem Nachmittag entscheiden werde. „Ich denke, dass die Fraktion auch diesem folgt“, erklärte der AfD-Chef und sprach dabei von fraktionsschädigendem Verhalten des Abgeordneten.
Die Entscheidung fällt im Kontext eines parteiinternen Streits innerhalb der Sachsen-Anhalt-AfD, bei dem Schmidt Vorwürfe der Vetternwirtschaft an Parteikollegen gerichtet hatte. In einem späteren Interview mit dem Portal „Nius“ verschärfte der Abgeordnete seine Kritik und sprach von einer „Beutegemeinschaft“ innerhalb der Partei.
Schmidt wirft AfD-Kollegen systematische Vetternwirtschaft vor
Laut den Aussagen von Jan Wenzel Schmidt würden innerhalb der AfD Mandate hin- und hergeschoben, Anstellungen untereinander ausgemacht und Gelder abgefasst. Diese schwerwiegenden Vorwürfe haben die interne Debatte über Vetternwirtschaft in der Partei deutlich intensiviert und zu einem Fraktionsantrag auf Ausschluss geführt.
Parallel zum möglichen Fraktionsausschluss läuft gegen Schmidt bereits ein Parteiausschlussverfahren, was die Ernsthaftigkeit der Vorwürfe unterstreicht. Die Entscheidung der Fraktion wird als wichtiger Präzedenzfall für den Umgang mit internen Konflikten und Vorwürfen innerhalb der AfD gewertet.
Die Entwicklung zeigt, wie tief die Spannungen innerhalb der Partei inzwischen reichen und mit welcher Konsequenz die Führung auf als schädlich empfundenes Verhalten reagieren will. Die heutige Fraktionssitzung wird daher mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt, da sie Signalwirkung für die künftige interne Streitkultur der AfD haben könnte.



