In der Markus-Lanz-Sendung vom späten Mittwochabend trafen CDU-Bundesvorstandsmitglied Johannes Volkmann (28) und Juso-Chef Philipp Türmer (29) aufeinander. Thema war die Migrationspolitik. Volkmann, Enkel von Altkanzler Helmut Kohl, kritisierte die vergangenen Jahre scharf: Viele Deutsche wünschten sich ein Land zurück, „in dem Weihnachtsmärkte nicht unter Polizeischutz stehen und Karneval wegen Sicherheitskosten abgesagt wird“.
Volkmann forderte Zurückweisungen an den Außengrenzen. Türmer bezeichnete dies als „ohne Moral“ und schlug stattdessen das Afghanistan-Programm der Bundesregierung als Vorbild vor. Über dieses Sonderaufnahme-Programm werden regelmäßig Afghanen nach Deutschland eingeflogen, darunter Ortskräfte. Die neue Bundesregierung will das Programm beenden.
Markus Lanz reagierte ungläubig: „Glauben Sie, wenn wir zusätzlich Leute einfliegen, versucht niemand mehr, illegal einzureisen?“ Türmer ruderte zurück und sprach von einer „Antwort“. Volkmann konterte: „Die Kurzzusammenfassung ist: Ihr möchtet illegale Migration nicht beenden, sondern bloß legalisieren.“ Lanz zeigte sich verwundert über die Ideen des SPD-Politikers.
Zuvor diskutierten die Gäste die Schuldenbremse-Lockerung. Volkmann verteidigte CDU-Chef Friedrich Merz gegen den Vorwurf, Wähler getäuscht zu haben. Er verwies auf europäische Reaktionen auf US-Präsident Donald Trump: „Warum forderte Polens Ministerpräsident eigene Atomwaffen in derselben Woche, als das Sondervermögen beschlossen wurde?“



