Evers würdigt Wegner nach Rückzug von CDU-Spitzenkandidatur
Evers würdigt Wegner nach Rückzug von Spitzenkandidatur

Berlins Finanzsenator Stefan Evers (CDU) hat dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner Respekt gezollt, nachdem dieser am heutigen Nachmittag seinen Verzicht auf die CDU-Spitzenkandidatur für die kommende Abgeordnetenhauswahl bekannt gegeben hatte. „Verantwortung für Berlin. Darum geht es in den Ämtern, in die wir gewählt sind“, schrieb Evers auf der Plattform X. Er fügte hinzu: „Kai Wegner hat Verantwortung übernommen und eine schwere persönliche Entscheidung getroffen. Das verdient vor allem eines: Respekt.“

Wegners Rückzug und die Folgen

Wegner hatte am Nachmittag erklärt, von seiner Spitzenkandidatur Abstand zu nehmen. Die Entscheidung kommt überraschend, da Wegner erst im vergangenen Jahr zum Regierenden Bürgermeister gewählt wurde und die CDU bei der Wahl 2023 als stärkste Kraft hervorgegangen war. Als Grund für den Rückzug nannte Wegner persönliche Gründe, ohne näher darauf einzugehen. Die Berliner CDU steht nun vor der Aufgabe, einen neuen Spitzenkandidaten zu nominieren.

Es wird erwartet, dass sich die Berliner CDU-Kreisvorsitzenden bei ihrem Treffen am Abend für Evers als neuen Spitzenkandidaten aussprechen. Evers ist seit 2023 Finanzsenator und hat nach dem Rücktritt der Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson (parteilos) im Frühjahr auch deren Aufgaben übernommen. Damit ist er bereits in zwei Schlüsselressorts der Landesregierung tätig.

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Evers‘ Werdegang und Perspektiven

Stefan Evers, Jahrgang 1979, ist seit 2011 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses und war von 2016 bis 2021 Generalsekretär der Berliner CDU. Als Finanzsenator hat er sich einen Ruf als solider Haushälter erarbeitet. Sollte er tatsächlich zum Spitzenkandidaten gekürt werden, stünde er vor der Herausforderung, die CDU in eine schwierige Wahl zu führen. Die Umfragen sehen die Partei zuletzt hinter der SPD und den Grünen.

Die offizielle Nominierung des Spitzenkandidaten soll auf einem Parteitag im Herbst erfolgen. Bis dahin wird Evers voraussichtlich seine Arbeit als Finanz- und Kultursenator fortsetzen. Die CDU Berlin hofft, mit einem neuen Gesicht an der Spitze wieder an Zustimmung zu gewinnen.

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