Die Berliner CDU hat sich am Abend auf Finanzsenator Stefan Evers als Spitzenkandidaten für die Wahl zum Abgeordnetenhaus im September geeinigt. Dies gab CDU-Fraktionschef Dirk Stettner am Rande des Treffens der Kreisvorsitzenden bekannt. Evers soll demnach Kai Wegner als Spitzenkandidat ablösen, der die Kandidatur nach wachsender Kritik an seinem Krisenmanagement während des Stromausfalls im Januar aufgegeben hatte.
Einigung der Kreisvorsitzenden auf Evers
Die Entscheidung fiel bei einer Zusammenkunft der CDU-Kreisvorsitzenden, die sich geschlossen hinter Evers stellten. Stettner betonte, dass Evers breite Unterstützung in der Partei genieße und die richtige Person sei, um die CDU in den Wahlkampf zu führen. Der Finanzsenator gilt als erfahrener Politiker und wird als Nachfolger von Wegner gehandelt, der nach dem Stromausfall im Januar zunehmend in die Kritik geraten war.
Hintergrund: Wegner gab Kandidatur auf
Kai Wegner hatte seine Spitzenkandidatur für die CDU Berlin nach massiver Kritik an seinem Umgang mit dem großflächigen Stromausfall im Januar zurückgezogen. Der Ausfall hatte weite Teile Berlins lahmgelegt und zu erheblichen Beeinträchtigungen geführt. Wegner sah sich Vorwürfen ausgesetzt, nicht rechtzeitig und angemessen reagiert zu haben. Daraufhin suchte die Partei nach einem neuen Kandidaten, der das Vertrauen der Wähler zurückgewinnen kann.
Evers: Profil und Aussichten
Stefan Evers ist seit 2021 Finanzsenator von Berlin und Mitglied der CDU. Er gilt als wirtschaftspolitisch versiert und pragmatisch. Mit seiner Nominierung setzt die CDU auf Kontinuität und Fachkompetenz. Die Wahl zum Abgeordnetenhaus findet im September statt, und die CDU hofft, mit Evers an der Spitze Stimmen hinzugewinnen zu können. Stettner zeigte sich zuversichtlich: „Stefan Evers wird die CDU mit klarem Kurs und überzeugenden Konzepten in den Wahlkampf führen.“



