Berlin verzeichnet deutlichen Anstieg bei Ausweisungen von Ausländern
Berlin: Deutlicher Anstieg bei Ausweisungen von Ausländern

Berlin verzeichnet deutlichen Anstieg bei Ausweisungen von Ausländern

Im vergangenen Jahr hat die Zahl der Ausweisungsverfügungen gegen Ausländerinnen und Ausländer in der deutschen Hauptstadt deutlich zugenommen. Nach aktuellen Daten, die aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage hervorgehen, wurden in Berlin 2025 insgesamt 639 Personen das Aufenthaltsrecht entzogen.

Vergleich zum Vorjahr zeigt klaren Trend

Dies stellt einen markanten Anstieg gegenüber dem Jahr 2024 dar, als lediglich 381 Menschen von solchen Maßnahmen betroffen waren. Die Zahlen verdeutlichen eine verstärkte Anwendung des Ausweisungsinstruments in der Bundeshauptstadt. Interessanterweise zeigt sich in Brandenburg ein gegenläufiger Trend: Dort sank die Zahl der Ausweisungsverfügungen von 51 im Jahr 2024 auf 23 im vergangenen Jahr.

Herkunftsländer der Betroffenen im Fokus

Die Ausweisungen in Berlin konzentrierten sich besonders auf bestimmte Nationalitäten:

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  • Moldau: 75 Personen
  • Georgien: 62 Personen
  • Vietnam: 48 Personen
  • Türkei: 45 Personen

In Brandenburg waren dagegen vor allem Menschen aus Vietnam (7), der Ukraine (4) und der Russischen Föderation (3) von Ausweisungsverfügungen betroffen.

Rechtlicher Rahmen und Verfahren

Die Ausweisung stellt eine Maßnahme der Gefahrenabwehr dar und bedeutet, dass betroffene Personen ausreisepflichtig werden. Allerdings ist eine tatsächliche Abschiebung erst möglich, nachdem zusätzlich eine entsprechende Abschiebungsandrohung erlassen wurde. Dieser zweistufige Prozess gewährleistet rechtliche Sicherheit im Verfahren.

Gesamtsituation in Deutschland

Bundesweit zeigt sich ein differenziertes Bild: Während in Berlin die Zahlen stiegen, ging die Gesamtzahl der Ausweisungen in Deutschland von 9.277 im Jahr 2024 auf 8.232 im vergangenen Jahr zurück. Diese Entwicklung unterstreicht die regional unterschiedliche Handhabung migrationspolitischer Instrumente.

Die Daten basieren auf einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion, die der „Rheinischen Post“ vorlag und von der Deutschen Presse-Agentur eingesehen werden konnte. Sie bieten einen wichtigen Einblick in die aktuelle Praxis der Ausweisungen und deren Entwicklung in verschiedenen Bundesländern.

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