Mike Cees im Streit mit Staatsanwaltschaft um beschlagnahmte Gegenstände
Mehr als ein Jahr nach seiner Haftentlassung befindet sich der ehemalige Reality-TV-Star Mike Cees (38) immer noch im Konflikt mit der Münchner Staatsanwaltschaft. Der als "Sommerhaus"-Darsteller bekannte Michael Monballijn kämpft um die Herausgabe privater Gegenstände, die im Zuge eines Betrugsverfahrens beschlagnahmt wurden.
Hintergrund des juristischen Nachspiels
Mike Cees wurde Ende 2023 in einem Betrugsprozess zu einer Geldstrafe von 4000 Euro verurteilt. Da er diese nicht bezahlte, erließ die Staatsanwaltschaft Frankfurt/Oder im Herbst 2024 Haftbefehl. Die Münchner Polizei nahm ihn Ende Oktober 2024 fest, woraufhin er 61 Tage in der JVA Augsburg-Gablingen inhaftiert war. An Weihnachten 2024 kam er wieder frei.
Während der Ermittlungen beschlagnahmten Beamte bei ihm zu Hause mehrere private Gegenstände als Beweismittel, darunter einen Laptop, mehrere Festplatten und USB-Sticks. Normalerweise werden solche Gegenstände nach Abschluss eines Verfahrens zurückgegeben.
Verzweifelte Suche nach dem Eigentum
Mike Cees äußert sich verärgert über die Situation: "Das ist eigentlich eine klare Sache und dennoch bekomme ich mein Eigentum bis heute nicht zurück – mein MacBook, meine Festplatte, meinen USB-Stick. Niemand kann bzw. will mir sagen, wo die Sachen sind. Niemand fühlt sich zuständig."
Sein Anwalt Dr. Kai Wagler habe alle Formalitäten korrekt bearbeitet und Fristen eingehalten, doch die Rückgabe bleibe aus. Cees berichtet von frustrierenden Telefonaten: "Ich habe dort selbst angerufen, ruhig und sachlich, weil ich wollte, dass sich die zuständige Staatsanwältin der Sache stellt oder mir Auskunft gibt. Ergebnis: aufgelegt. Einfach aufgelegt." Sein Verdacht: "Die wissen selbst nicht mehr, wo meine Sachen sind."
Existentielle Bedeutung der beschlagnahmten Daten
Für Mike Cees haben die beschlagnahmten Gegenstände existenzielle Bedeutung: "Darauf liegt meine komplette berufliche Existenz. Projekte, Verträge, Beweise, Kommunikation und auch private Daten. Nicht ersetzbar." Der inzwischen in Dubai lebende Ex-TV-Star betont, er habe sich nach den juristischen Problemen neu aufgebaut und stehe heute mit einer der am stärksten wachsenden Apps weltweit da.
"Ich habe genug durchgemacht – privat, öffentlich, wirtschaftlich. Und dann blockiert mir ausgerechnet dieser Staat mein Arbeitsleben durch Schweigen und Inkompetenz? Das hier ist kein Scherz mehr", so seine deutliche Kritik.
Reaktion der Staatsanwaltschaft
Auf Nachfrage erklärte Pressesprecherin Juliane Grotz von der Staatsanwaltschaft: "Ein USB-Stick wurde bereits an den Beschuldigten herausgegeben. Im Übrigen ist eine Asservatenbereinigung (eine Prüfung der Beweismittel) derzeit noch nicht veranlasst. Sobald dies der Fall ist, wird über die Herausgabe entschieden werden."
Diese Aussage steht im Kontrast zu den Schilderungen von Mike Cees, der betont, dass weder sein Laptop noch seine Festplatten zurückgegeben wurden. Der Fall wirft Fragen zur Verwaltung von Beweismitteln und zur Kommunikation zwischen Justizbehörden und Betroffenen auf.



