New Mexico sucht nach Opfern auf Epsteins Ranch: Politiker fordern Wahrheitskommission
Santa Fe, USA – Im US-Bundesstaat New Mexico wächst der politische Druck, mögliche Todesopfer auf dem ehemaligen Anwesen des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein zu untersuchen. Nachdem in E-Mails aus der Epstein-Akte schockierende Hinweise aufgetaucht sind, plant das Parlament von New Mexico nun eine unabhängige Untersuchung.
Schockierende E-Mail-Hinweise auf mögliche Todesopfer
Besonders alarmierend ist eine E-Mail vom 21. November 2019, die in den Akten des Justizministeriums gefunden wurde. Ein angeblicher ehemaliger Mitarbeiter der sogenannten „Zorro Ranch“ schreibt darin: „Wusstest du, dass irgendwo in den Hügeln außerhalb der Zorro Ranch auf Anordnung von Jeffrey und Madam G. zwei ausländische Mädchen begraben wurden?“ Mit „Madam G.“ ist die verurteilte Epstein-Komplizin Ghislaine Maxwell gemeint.
In dem Dokument mit der Kennung EFTA00038382.pdf heißt es weiter, die Mädchen seien beim „rauen Fetischsex“ erwürgt worden. Interessanterweise wurde diese Passage vom Justizministerium zunächst geschwärzt, also zensiert, bevor sie an die Öffentlichkeit gelangte.
Die Zorro Ranch: Ein mutmaßlicher Tatort schlimmster Verbrechen
Das 7.400 Hektar große Anwesen nahe Santa Fe zählt neben Epsteins Häusern in Palm Beach und New York sowie seiner Privatinsel „Little Saint James“ in der Karibik zu den mutmaßlichen Hauptschauplätzen der pädophilen Sexverbrechen. Auf der abgelegenen Ranch in den Rocky Mountains sollen sich einige der schlimmsten Übergriffe auf minderjährige Mädchen ereignet haben.
Im Prozess gegen Ghislaine Maxwell legte die Anklage Dutzende FBI-Fotos des Anwesens als Beweismittel vor. Doch nun stellen sich kritische Fragen: Wie gründlich hat das FBI die Ranch eigentlich durchsucht? Die Bundespolizei hat sich zu diesen Vorwürfen bislang nicht geäußert.
Politischer Druck für unabhängige Untersuchungen
Abgeordnete des Bundesstaates New Mexico wollen die empfundene Hinhaltetaktik der Bundesbehörden nicht länger hinnehmen. Eine parteiübergreifende „Truth Commission“ (Wahrheitskommission) des Repräsentantenhauses von New Mexico soll jetzt die möglichen Untaten auf der Zorro Ranch untersuchen.
Laut der Abgeordneten Andrea Romero sei es „kritisch“, endlich „die Wahrheit aufzudecken“. Die Staatsanwaltschaft von New Mexico forderte das US-Justizministerium zudem auf, die relevanten E-Mails aus dem Jahr 2019 ungeschwärzt zu übermitteln.
Weitere brisante Details aus den E-Mails
Die schockierende E-Mail enthält noch weitere verstörende Details:
- Die Nachricht war an einen „Edward“ adressiert
- Es wurden angebliche Sexvideos mit widerlichen Beschreibungen wie „Sex mit einer Minderjährigen“ oder „Vergewaltigungs-Fantasien“ angeboten
- Der Transfer sollte gegen einen Bitcoin (damals etwa 8.000 Dollar wert) erfolgen
Vor allem der Verdacht möglicher Todesopfer führt nun zu neuen, dringenden Anfragen an die Ermittlungsbehörden. Die Suche nach den angeblich getöteten Mädchen könnte schon bald beginnen, wenn die politischen Initiativen Erfolg haben.
Die parteiübergreifende Unterstützung für die Wahrheitskommission zeigt, wie ernst die Vorwürfe genommen werden. Nach Jahren des Schweigens und der Vertuschung könnte endlich Licht in eines der dunkelsten Kapitel des Epstein-Skandals gebracht werden.



