Iran-Proteste: Regime schießt mit Schrotkugeln auf Zivilisten - Röntgenbilder belegen Brutalität
Iran-Proteste: Schrotkugeln auf Zivilisten - Röntgenbilder belegen Brutalität

Iran-Proteste: Mullah-Regime setzt Schrotkugeln gegen Zivilisten ein

Die Aufnahmen sind erschütternd und dokumentieren die brutale Vorgehensweise des iranischen Regimes gegen friedliche Demonstranten. Dutzende kleine helle Punkte sind auf einem Röntgenbild zu erkennen – in den Augenhöhlen, Wangen, dem Mund, Hals, Brustbereich und sogar im Gehirn einer jungen Frau Anfang 20. Jeder dieser Punkte steht für eine Metallkugel mit einem Durchmesser von 3–5 Millimetern, abgefeuert aus dem Lauf einer Schrotflinte.

Medizinische Beweise für systematische Gewalt

Der britischen Tageszeitung The Guardian liegen mehr als 75 solcher Röntgen- und CT-Bilder vor, die aus einem Krankenhaus einer iranischen Großstadt stammen sollen. Die Aufnahmen dokumentieren eine einzige Nacht im Januar 2026, als Menschen gegen das Mullah-Regime auf die Straßen gingen. Die junge Frau auf dem Röntgenbild hat überlebt, verlor jedoch mindestens ein Auge durch die Schüsse.

Notärztin Rohini Haar von der Universität Berkeley bewertet die Anzahl und Schwere der Verletzungen auf den Bildern als schockierend. Aus nächster Nähe abgefeuert, können Schrotgeschosse zu schweren und tödlichen Verletzungen führen. Aus größerer Distanz verstreuen sich die Geschosse und treffen wahllos zahlreiche Menschen gleichzeitig, was zu massenhaft lebensbedrohlich Verletzten innerhalb kürzester Zeit führt.

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Gezielte Angriffe auf sensible Körperregionen

Besonders perfide: Die Röntgen- und CT-Bilder zeigen, dass die Sicherheitskräfte des Regimes den Menschen gezielt in Gesicht, Brust und Genitalbereich schießen. Dieses Muster war bereits bei den „Frau, Leben, Freiheit“-Protesten im Jahr 2022 zu erkennen.

  • 29 der 75 dokumentierten Personen wurden im Gesicht getroffen
  • Mindestens neun Personen erhielten Geschosse im Genital- oder Beckenbereich
  • Eine Frau hatte fast 200 Schrotgeschosse in Oberschenkeln und Beckenbereich
  • Teilweise wurden auch Verletzungen durch großkalibrige Geschosse dokumentiert

Anonyme Berichte aus dem Gesundheitswesen

Ein iranischer Arzt berichtete anonym gegenüber The Guardian von Kleinkindern bis hin zu Großeltern, die von den Sicherheitskräften niedergeschossen wurden. Eine Frau Mitte 60 sei aus nächster Nähe mit einer Schrotflinte beschossen worden, als sie versuchte, ihre Enkelin in Sicherheit zu bringen. Die Geschosse waren laut dem Arzt „über ihren ganzen Körper verteilt“ – die Frau starb an ihren Verletzungen.

Seit Dezember letzten Jahres demonstrieren Menschen im Iran für ihre Freiheit und fordern den Sturz des Regimes. Die Mullahs gehen mit aller Gewalt gegen die Demonstranten vor: Es gibt Berichte über Tränengas, Schüsse auf Zivilisten und massenhafte Ermordungen. Berichten zufolge sollen Sicherheitskräfte Demonstranten sogar bis in Krankenhäuser verfolgt und dort mit gezielten Schüssen aus nächster Nähe ermordet haben.

Das ganze Ausmaß der Brutalität ist nur schwer zu erfassen, da das Regime seit Anfang Januar landesweit den Zugang zum Internet gesperrt hat. Die jetzt aufgetauchten medizinischen Aufnahmen geben jedoch einen erschreckenden Einblick in die systematische Gewalt gegen die Zivilbevölkerung.

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