Iranische Journalistin Elaheh Mohammadi erneut inhaftiert
Die bekannte iranische Journalistin Elaheh Mohammadi ist erneut festgenommen worden. Wie die Menschenrechtsorganisation Hengaw und eine informierte Quelle in Teheran berichteten, wurde die Reporterin am Mittwoch inhaftiert. Der genaue Grund für die Festnahme war zunächst unbekannt. Von der iranischen Justiz gab es keine offizielle Bestätigung der Inhaftierung.
Kritische Berichterstattung während Massenprotesten
Mohammadi hatte sich während der jüngsten Massenproteste im Iran und dem repressiven staatlichen Vorgehen kritisch geäußert. Zuletzt berichtete sie ausführlich über die bei den Aufständen getöteten Demonstranten sowie über Inhaftierte und veröffentlichte ihre Berichte auch in den sozialen Medien. Ihr Arbeitgeber, die Zeitung „Hammihan“, musste wegen kritischer Berichterstattung vor wenigen Wochen den Betrieb vollständig einstellen.
Bereits frühere Inhaftierung und internationale Bekanntheit
Die Journalistin war bereits im Jahr 2022 international bekanntgeworden, nachdem sie als eine der ersten Journalistinnen über den Tod der iranischen Kurdin Jina Mahsa Amini berichtet hatte und anschließend inhaftiert wurde. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Nilufar Hamedi von der Zeitung „Shargh“ wurde sie damals unter Spionagevorwürfen angeklagt, verurteilt und schließlich im Februar 2025 begnadigt. Berichten zufolge verbrachte sie in diesem Zusammenhang insgesamt rund 17 Monate in Haft.
Die erneute Festnahme von Elaheh Mohammadi unterstreicht die schwierige Situation für kritische Stimmen und die Pressefreiheit im Iran. Die Umstände der aktuellen Inhaftierung bleiben unklar, während Menschenrechtsorganisationen die Entwicklung mit großer Sorge verfolgen.



