Italienische Küsten: Mehr als ein Dutzend Leichen von Migranten angeschwemmt
An den Küsten Italiens sind in den vergangenen Tagen mehr als ein Dutzend Leichen angeschwemmt worden, die vermutlich von Migranten stammen, die bei dem Versuch ums Leben kamen, das Mittelmeer zu überqueren. Nach Angaben von Behörden wurden an Stränden auf Sizilien sowie in der süditalienischen Region Kalabrien mindestens 15 Tote gefunden. Es wird vermutet, dass die Menschen in den vergangenen Wochen auf hoher See den Winterstürmen zum Opfer fielen.
Gefährliche Überfahrt übers Mittelmeer
Die Fahrt übers Mittelmeer nach Europa gilt auch bei normalen Wetterbedingungen als äußerst gefährlich. Oft werden Migranten von Schleppern aus Ländern wie Libyen und Tunesien in Schiffen auf den Weg geschickt, die kaum seetauglich sind. Im Winter ist das Risiko besonders groß, da raue See und Stürme die ohnehin prekären Bedingungen verschärfen. Hilfsorganisationen befürchten, dass in diesem Winter bereits mehrere Hundert Menschen ertrunken sind. Auch auf hoher See wurden bereits Leichen gefunden, sowohl von der Küstenwache als auch von zivilen Schiffen wie Fischerbooten.
Ermittlungen der Staatsanwaltschaft eingeleitet
In der Nähe von Tropea, einem Badeort am Festland, wurde nach Angaben von Dienstag eine Leiche von Schülern entdeckt. Der unbekannte Mann trug eine orangefarbene Rettungsweste. Auch eine Frau, die keine Papiere bei sich hatte, wurde tot geborgen. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen eingeleitet, um die Umstände der Todesfälle aufzuklären. Zudem wurden auf der kleinen italienischen Insel Pantelleria weitere Leichen gefunden, die auf die tragischen Ereignisse auf dem Meer hindeuten.
Italien als Brennpunkt der Migration
Italien gehört zu den Ländern, die von der Fluchtbewegung übers zentrale Mittelmeer besonders betroffen sind. Jedes Jahr landen Zehntausende mit Booten an Italiens Küsten, auf der Suche nach Sicherheit und besseren Lebensbedingungen in Europa. Die Rechts-Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hatte ihren Kurs in der Migrationspolitik in der vergangenen Woche nochmals verschärft, was die ohnehin angespannte Situation weiter zuspitzt. Die aktuellen Funde unterstreichen die dringende Notwendigkeit, sichere und legale Wege für Migranten zu schaffen, um solche Tragödien zu verhindern.



