Merz appelliert auf CDU-Parteitag in Stuttgart zur Geschlossenheit der Partei
Merz ruft CDU auf Parteitag zur Geschlossenheit auf

Merz fordert auf CDU-Parteitag in Stuttgart Einigkeit und Unterstützung

Der CDU-Parteitag in Stuttgart hat mit einem deutlichen Appell von Bundeskanzler Friedrich Merz begonnen. Der Parteivorsitzende rief die Delegierten zu gemeinsamer Unterstützung für die Regierungsarbeit auf und betonte die besondere Verantwortung der Christdemokraten als regierende Kraft.

Appell zur Geschlossenheit in herausfordernden Zeiten

„Wenn wir geschlossen sind, dann können wir alles zusammen erreichen“, erklärte Merz zu Beginn des zweitägigen Kongresses. Dieses Signal solle bewusst von dem Parteitag ausgehen und nach außen getragen werden. Die CDU stehe in einer besonderen Verantwortung und fühle sich dieser Verpflichtung verpflichtet. „Gemeinsam wollen wir dieser Verantwortung gerecht werden“, so der Bundeskanzler weiter.

Merz verwies auf die aktuellen globalen Herausforderungen: „Die Welt ordnet sich neu, Europa steht unter Druck, und Deutschland ist stärker gefragt als je zuvor.“ Als Partei, die wieder die Bundesregierung stelle, stehe die CDU vor großen Aufgaben. Der Kanzler nannte dabei insbesondere:

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  • Die wirtschaftliche Stärkung Deutschlands
  • Die Sicherung von Sicherheitsinteressen
  • Die Tragfähigkeit des Sozialstaats erhalten
  • Die gesellschaftliche Spaltung überwinden

Wiederwahl als Vorsitzender unter besonderen Vorzeichen

Friedrich Merz stellt sich auf diesem Parteitag zur Wiederwahl als CDU-Vorsitzender – erstmals in seiner Funktion als amtierender Bundeskanzler. Angesichts des holprigen Starts der schwarz-roten Bundesregierung wird mit besonderer Spannung erwartet, wie groß die Zustimmung der Delegierten ausfällt.

Bei seiner ersten Wiederwahl im Jahr 2024 hatte Merz nach CDU-Zählung 89,81 Prozent der Stimmen erhalten. Anders als andere Parteien rechnet die CDU Enthaltungen als ungültige Stimmen, was die Interpretation des Ergebnisses beeinflussen kann. Die Prognosen für das aktuelle Votum gehen weit auseinander und spiegeln die unterschiedlichen Strömungen innerhalb der Partei wider.

Merkel kehrt als Ehrengast zurück

Als besonderer Ehrengast nahm die frühere Bundeskanzlerin und ehemalige CDU-Vorsitzende Angela Merkel am Auftakt des Parteitags teil. Bei ihrer Begrüßung durch Friedrich Merz erhielt sie starken Applaus von den Delegierten. Es handelte sich um den ersten Besuch Merkels bei einem CDU-Bundesparteitag seit dem Ende ihrer Regierungszeit.

Die Anwesenheit der langjährigen Parteichefin unterstreicht die historische Kontinuität der CDU und symbolisiert gleichzeitig den generationsübergreifenden Zusammenhalt innerhalb der Christdemokraten. Merkels Rückkehr zu einem Parteitag nach Jahren der Abwesenheit wurde von vielen Beobachtern als bedeutungsvolles Signal gewertet.

Der Parteitag in Stuttgart markiert einen wichtigen Moment für die CDU, die nach Jahren in der Opposition nun wieder Regierungsverantwortung trägt. Die Forderung nach Geschlossenheit kommt zu einem Zeitpunkt, da die Partei sowohl innere Konsolidierung als auch effektive Regierungsarbeit unter Beweis stellen muss.

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