Kolumbien: Militärflugzeug mit 125 Menschen an Bord abgestürzt – Mindestens acht Tote
Im Süden Kolumbiens hat sich ein schweres Flugzeugunglück ereignet. Ein Militärflugzeug ist kurz nach dem Start vom Flughafen in Puerto Leguízamo im Departamento Putumayo abgestürzt. Der regionale Gouverneur John Gabriel Molina Acosta bestätigte nach einer Krisensitzung, dass mindestens acht Menschen bei dem Unglück ums Leben kamen. Die Zahl der Todesopfer könnte jedoch noch deutlich ansteigen, da das Schicksal von mehr als 30 Insassen weiterhin ungeklärt ist.
Viele Verletzte und kritische Zustände
Neben den Todesopfern wurden mindestens 83 Personen verletzt, von denen sich 14 in einem kritischen Zustand befinden. Die Rettungskräfte waren unmittelbar nach dem Absturz im Einsatz, um Verletzte zu bergen und zu versorgen. Anwohner und Einsatzkräfte eilten zur Unglücksstelle, wo eine große Rauchwolke und Trümmerteile zu sehen waren. In den sozialen Netzwerken kursieren Videos, die das Ausmaß der Katastrophe dokumentieren.
Ursache des Absturzes noch unklar
Zur Ursache des Unglücks machte Verteidigungsminister Pedro Sánchez zunächst keine Angaben. Das abgestürzte Flugzeug war ein Militärtransporter des Typs Hercules der kolumbianischen Luftwaffe. Laut offiziellen Angaben befanden sich insgesamt 125 Menschen an Bord: 114 Passagiere und elf Besatzungsmitglieder. Unter den Passagieren sollen sich überwiegend Militärangehörige befunden haben, aber auch Polizisten waren demnach mit an Bord.
Region Putumayo nahe der Grenze zu Peru betroffen
Der Absturz ereignete sich in der abgelegenen Region Putumayo, die nahe der Grenze zu Peru liegt. Die Maschine war auf dem Weg von Puerto Leguízamo nach Puerto Asís, als sie kurz nach dem Start verunglückte. Die genauen Umstände werden derzeit von den Behörden untersucht. Dies ist nicht der erste schwere Flugzeugunfall in Kolumbien in jüngster Zeit, was die Sicherheit von Militärflügen in dem südamerikanischen Land erneut in den Fokus rückt.
Die Rettungsarbeiten vor Ort dauern an, während die Familien der Opfer und Vermissten auf weitere Informationen warten. Die kolumbianische Regierung hat ihre Anteilnahme ausgedrückt und versprochen, die Ursachen des Unglücks umfassend aufzuklären.



