US-Militär zerstört eigene Grenzschutz-Drohne mit Laser: Kommunikationspannen an Mexiko-Grenze
US-Militär schießt eigene Grenzschutz-Drohne mit Laser ab

US-Militär zerstört eigene Grenzschutz-Drohne mit Hochenergie-Laser

Im Grenzgebiet zu Mexiko hat das US-Verteidigungsministerium eine Drohne der eigenen Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) abgeschossen. Der Vorfall ereignete sich nahe Fort Hancock im Bundesstaat Texas, wo das Militär einen Hochenergie-Laser einsetzte, um das unbemannte Luftfahrzeug zu neutralisieren. Der Luftraum wurde daraufhin zeitweise eingeschränkt, wie aus Berichten der New York Times hervorgeht, die sich auf vier mit der Angelegenheit vertraute Personen beruft.

Kommunikationspannen zwischen Behörden

Nach Informationen der New York Times hatte die Grenzschutzbehörde das Militär nicht darüber informiert, dass sie in dem Gebiet eine eigene Drohne starten wollte. Für das Militär erschien das Fluggerät daher als unbekannt und potenziell bedrohlich. Ein mit den Ermittlungen vertrauter Pentagon-Vertreter bestätigte diese Darstellung. Das Verteidigungsministerium, die CBP und die US-Luftfahrtbehörde (FAA) gaben in einer gemeinsamen Erklärung an, der Abschuss sei erfolgt, um ein "scheinbar bedrohliches unbemanntes Luftfahrzeug" im militärischen Luftraum zu neutralisieren. Der Vorfall habe sich "weit entfernt von bewohnten Gebieten" ereignet, und zivile Flugzeuge seien nicht in der Nähe gewesen.

Wiederholter Vorfall mit Partyballon

Bereits Anfang Februar hatte es in derselben Region einen ähnlichen Zwischenfall gegeben. Damals schoss die Grenzschutzbehörde mit einem vom Militär bereitgestellten Lasersystem auf ein Flugobjekt, das zunächst für eine Drohne mutmaßlicher mexikanischer Drogenkartelle gehalten wurde. Später stellte sich heraus, dass es sich um einen harmlosen Partyballon handelte. In beiden Fällen wurde der Luftraum vorübergehend gesperrt, was auf systematische Kommunikationsprobleme zwischen den Sicherheitsbehörden hindeutet.

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Politische Reaktionen und Kritik

Mehrere demokratische Abgeordnete reagierten mit scharfer Kritik auf den Vorfall. Auf der Plattform X erklärten sie, sie seien "fassungslos" angesichts der Nachricht, dass das Verteidigungsministerium eine Drohne der Grenzschutzbehörde mit einem Hochenergie-System zur Drohnenabwehr abgeschossen habe. Sie warfen dem Weißen Haus vor, einen überparteilichen Gesetzentwurf zur besseren Ausbildung der Drohnenabwehrkräfte sowie zur engeren Abstimmung zwischen Pentagon, Heimatschutzministerium und Luftfahrtbehörde umgangen zu haben. Der Vorfall sei "das Ergebnis dieser Inkompetenz".

Behörden arbeiten an verbesserter Zusammenarbeit

Laut einer offiziellen Mitteilung arbeiten die US-Behörden auf Anweisung von Präsident Donald Trump "in beispielloser Weise" zusammen, um Drohnenbedrohungen an der Grenze zu Mexiko abzuwehren. Sie betonten, dass sie "an einer verstärkten Zusammenarbeit und Kommunikation arbeiten, um solche Vorfälle künftig zu verhindern". Diese Aussage steht jedoch im Kontrast zu den aktuellen Ereignissen, die erhebliche Koordinationsdefizite offenbaren. Die wiederholten Pannen unterstreichen die dringende Notwendigkeit für verbesserte Protokolle und klare Kommunikationswege zwischen den verschiedenen Sicherheitsinstanzen.

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