Sexismus-Debatte um CDU-Spitzenkandidaten vor Landtagswahl in Baden-Württemberg
In den letzten Tagen vor der entscheidenden Landtagswahl in Baden-Württemberg gerät CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel (37) durch eine alte Äußerung in Bedrängnis. Die Grünen hatten ein acht Jahre zurückliegendes Interview des Politikers ausgegraben, in dem Hagel über einen Besuch in einer Realschule sprach und dabei besonders eine 16-jährige Schülerin erwähnte.
Die umstrittenen Aussagen des CDU-Politikers
In dem regionalen TV-Interview aus dem Jahr 2018 sagte Hagel wörtlich: „Eine Klasse – 80 Prozent Mädchen. Da gibt’s für 29-jährige Abgeordnete schlimmere Termine als diesen.“ Der Politiker fuhr fort: „Ich werd’s nie vergessen. Sie hieß Eva, braune Haare, rehbraune Augen.“ Diese flapsigen Bemerkungen sorgen nun, kurz vor der Wahl am 8. März 2026, für erhebliche Diskussionen und den Vorwurf des Sexismus.
Ehefrau Franziska Hagel ergreift öffentlich Partei
Jetzt meldet sich erstmals Manuel Hagels Ehefrau Franziska (39) zu den Vorwürfen. Der Zeitschrift „Bunte“ sagte sie: „Dass dieser Satz mal solche Wellen schlägt, hätte ich, ganz ehrlich gesagt, nicht gedacht. Ich fand ihn aber einfach nicht gut. Das hat irgendwie gar nicht zu ihm gepasst.“ Die Politiker-Gattin betonte, dass sich nach der erneuten Veröffentlichung der Zitate viele Menschen gemeldet hätten, die den CDU-Mann anders kennen würden.
Franziska Hagel erklärte weiter: „Manuel redet oft sehr launig, wenn er politische Sachverhalte entlang von Menschen erklärt, die er getroffen hat.“ Bereits im Februar 2026 hatte der Politiker selbst auf BILD-Anfrage eingeräumt, dass seine Frau ihm damals „den Kopf gewaschen“ habe für den Spruch. Hagel gestand: „Der Einstieg für dieses Interview 2018 war Mist.“
Unverändertes Familienglück trotz politischer Turbulenzen
Der verbale Fehltritt hat dem Eheglück der Hagels offenbar keinen Abbruch getan. Franziska Hagel betonte in dem Interview, sie würde ihren Mann „sofort wieder heiraten“ – er sei ein Partner auf Augenhöhe. Das Paar ist seit 2016 verheiratet und hat zusammen drei Söhne.
Interessanterweise hinterließ der Besuch des Politikers bei der damals 16-jährigen Schülerin Eva offenbar kaum Eindruck. Gegenüber BILD gab die inzwischen erwachsene Frau an, sich an den Besuch Hagels nicht einmal erinnern zu können.
Politisches Umfeld kurz vor der Landtagswahl
Die Landtagswahl in Baden-Württemberg findet passend zum Internationalen Frauentag am 8. März 2026 statt. Neben CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel tritt auch der ehemalige Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (60) für die Grünen an. Die Wahl gilt als besonders spannend, da beide Kandidaten als aussichtsreich gelten.
Die „Eva-Affäre“ zeigt, wie alte Äußerungen in modernen Wahlkämpfen wieder relevant werden können. Während die einen darin einen klaren Fall von Sexismus sehen, betonen andere den Kontext und die zeitliche Distanz zu den Aussagen. Die Stellungnahme von Franziska Hagel bringt nun eine persönliche Perspektive in die politische Debatte ein.



