Nach fünf Jahren wurde am Freitag das Bewegungsbad der Förderschule „Carpe Diem“ in Halle wiedereröffnet. Eine Lehrerin erklärt, welche Möglichkeiten Kinder mit Mobilitätseinschränkungen dadurch bekommen und warum trotzdem ein Problem bleibt.
Von Luisa König, 08.05.2026, 16:58 Uhr
Da ist das neue Bad: Decke und Becken waren undicht, nun hat das Amt für Immobilien und Baumanagement alle Arbeiten am Bewegungsbad im „Carpe Diem“ in Halle fertiggestellt.
Feierliche Wiedereröffnung mit Tanz und Musik
Zur lauten Musik tanzen die Kinder des Landesbildungszentrums „Carpe Diem“ durch die Aula. Einige schwingen bunte Tücher, andere bewegen ihre Rollstühle im Takt. Spätestens beim Schulsong wird das Motto der Förderschule für körperliche und motorische Entwicklung deutlich: „Das ist deine Schule, lebe deinen Traum“, rufen die Kinder im Chor. Die Freude ist groß – denn am Freitag wurde nach jahrelangem Warten das Bewegungsbad wieder eröffnet.
Neue Möglichkeiten für Kinder mit Behinderung
Das Bewegungsbad bietet Kindern mit körperlichen Einschränkungen die Chance, schwimmen zu lernen und Bewegungsfähigkeiten zu verbessern. Eine Lehrerin betont: „Das Wasser gibt den Kindern Auftrieb und ermöglicht Bewegungen, die an Land nicht möglich sind.“ Viele Schüler können durch das Bad ihre motorischen Fähigkeiten trainieren und Selbstvertrauen gewinnen.
Ein Problem bleibt trotzdem
Trotz der Freude über die Wiedereröffnung gibt es weiterhin Herausforderungen. Die Lehrerin erklärt, dass die begrenzte Anzahl von Therapiestunden im Wasser nicht ausreicht, um allen Kindern regelmäßig Zugang zu ermöglichen. Zudem sind weitere Investitionen in die Barrierefreiheit und Ausstattung nötig, um das Bad optimal nutzen zu können.
Die Carpe-Diem-Schule in Halle ist eine Förderschule für körperliche und motorische Entwicklung. Sie legt großen Wert auf individuelle Förderung und Inklusion. Die Wiedereröffnung des Bewegungsbads ist ein wichtiger Schritt, um den Schülern mehr Bewegungsfreiheit und Lebensqualität zu bieten.



