Massiver Protest im Allgäu gegen AfD-Auftritt
Im bayerischen Allgäu haben sich am Samstagabend etwa 3.500 Menschen zu einer großen Demonstration gegen einen Wahlkampfauftritt des Thüringer AfD-Chefs Björn Höcke versammelt. Die Proteste richteten sich gegen die Veranstaltung der AfD im stadteigenen Löwensaal in Lindenberg, zu der laut Polizeiangaben rund 600 Besucher kamen.
Stadt scheitert mit juristischem Vorstoß
Die Stadt Lindenberg hatte im Vorfeld versucht, die Rede von Björn Höcke auf juristischem Wege zu unterbinden. Sie berief sich dabei auf die bayerische Gemeindeordnung. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) lehnte diesen Antrag jedoch ab und sah keinen ausreichenden Grund für ein Redeverbot gegen den AfD-Politiker.
Friedlicher Verlauf mit einzelnen Störungen
Die Demonstrationen und Kundgebungen verliefen nach Angaben der Polizei weitgehend friedlich. Es kam lediglich zu vereinzelten Störungen, die jedoch nicht eskalierten. Parallel zu den Hauptprotesten gab es eine weitere Demonstration mit etwa 150 Teilnehmern, die nach Einschätzung einer Polizeisprecherin dem rechten Spektrum zuzuordnen war.
Breite gesellschaftliche Ablehnung
Der massive Protest im Allgäu spiegelt eine breite gesellschaftliche Ablehnung der AfD und ihrer Vertreter wider. Die hohe Teilnehmerzahl von 3.500 Demonstranten unterstreicht die Bedeutung, die dem Auftritt von Björn Höcke in der Region beigemessen wird. Die Ereignisse zeigen zudem die Spannungen im Vorfeld der Kommunalwahlen in Bayern.



