Symbolhafte Hammerschläge für den Strukturwandel in Schwedt
Mit feierlichen Hammerschlägen wurde in Schwedt der Baustart für das millionenschwere Transformationszentrum TRAVIS eingeläutet. Vertreter des Brandenburgischen Wirtschaftsministeriums, der Stadtverwaltung und der Investitionsbank Land Brandenburg gaben gemeinsam mit dem Architekten das Startsignal für das 19-Millionen-Euro-Projekt, das als Motor des wirtschaftlichen Wandels in der Raffinerieregion fungieren soll.
Vom Plan zur Realität: Drei Jahre bis zum Baubeginn
Nur drei Jahre vergingen von der Ausschreibung des Architektenwettbewerbs bis zum symbolischen Baustart. Der Name TRAVIS vereint die Begriffe Transformation und Vision – genau das, was das Gebäude verkörpern soll. 95 Prozent der Baukosten werden durch Fördermittel von EU und Land Brandenburg finanziert, was die überregionale Bedeutung des Vorhabens unterstreicht.
Der Standort am Busbahnhof der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft, direkt gegenüber dem Oder-Center, wurde bewusst gewählt. Einwohner können den Baufortschritt hinter dem Bauzaun verfolgen und so den Wandel ihrer Stadt live miterleben.
Innovationshub für die Zukunft der Region
Seit 2020 verfolgt Schwedt das Ziel, sich zu einem Innovationsstandort zu entwickeln und die wirtschaftliche Transformation der Uckermark aktiv zu gestalten. Das TRAVIS wird dabei eine zentrale Rolle spielen:
- Zentrum für Aus- und Weiterbildung
- Anlaufstelle für junge Firmengründer und Start-ups
- Forschungsräume für Bio-Ökonomie, Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung
- Bürgerwerkstatt und Technikstützpunkt für die Gesamtschule Talsand
Die enge Verzahnung mit der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung in Eberswalde sowie den großen Schwedter Unternehmen PCK und Leipa sichert den Praxisbezug und die regionale Vernetzung.
Grenzübergreifende Perspektiven und Arbeitsplätze
Carsten Schöning vom Brandenburgischen Wirtschaftsministerium betonte bei der Eröffnung: „Das TRAVIS wird ein Ort des Austausches, der Forschung und Inspiration. Hier wird der Halbkreis für die Wirtschaft in Grenznähe zum Vollkreis, weil wir die Zusammenarbeit mit Polen im Blick haben.“
Schwedts Bürgermeisterin Annekathrin Hoppe freut sich auf „gute Arbeitsplätze und einen Hort für die Ingenieure von morgen“. Manuela Heise von der Investitionsbank Land Brandenburg sieht im TRAVIS eine Perspektive für Einwohner und Rückkehrer sowie eine Anlaufstelle für Unternehmen, Gründer und Bürger mit Raum für praktisches Ausprobieren.
Das Gebäude aus Stahl, Holz und Beton soll spätestens im März 2028 fertiggestellt sein und dann als lebendiger Innovationshub den Strukturwandel der Region beschleunigen – von der Erdölverarbeitung hin zu zukunftsfähigen Wirtschaftszweigen.



