Brandenburgs Jagdverband fordert schnelle Umsetzung von Wolfsabschüssen nach Bundesratsentscheid
Jagdverband drängt auf schnelle Wolfsabschuss-Regelungen in Brandenburg

Brandenburgs Jagdverband fordert schnelle Umsetzung von Wolfsabschüssen nach Bundesratsentscheid

Der Landesjagdverband Brandenburg drängt nach der Zustimmung des Bundesrats zur Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht auf eine rasche Umsetzung von Regelungen für Abschüsse. Die Bundesländer können nun in Regionen, wo sich der Wolf in einem günstigen Erhaltungszustand befindet, die Bejagung erlauben. Dies soll insbesondere dem besseren Schutz von Weidetieren wie Schafen dienen.

Verband fordert Bejagung noch in diesem Jahr

Der Jagdverband in Brandenburg fordert die Landesregierung auf, zügig die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen, um noch in diesem Jahr mit einem aktiven Wolfsmanagement zu beginnen. „Die politischen Entscheidungen sind gefallen - nun darf nicht noch mehr Zeit verloren gehen. Es braucht jetzt entschlossenes Handeln“, sagte Verbandspräsident Dirk-Henner Wellershoff. Die Grenze des Zumutbaren sei erreicht, betonte der Verband.

Der Jagdverband gibt die Zahl der Wölfe in Brandenburg mit rund 1.500 an. Die Behörden verweisen hingegen auf die Zahl der Rudel und Territorien. Für das Wolfsjahr 2024/25 nennt das Landesamt für Umwelt 60 bestätigte Wolfs-Territorien mit 54 Rudeln und 6 Paaren in Brandenburg.

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Brandenburg plant neuen Umgang mit Wölfen

Brandenburg arbeitet derzeit an einem konkreten Plan, wie eine Bejagung der Tiere aussehen kann. Regelungen dazu sind laut Agrarministerium noch in der Abstimmung. Naturschutzverbände und Wolfsschützer lehnen eine Bejagung des Wolfs jedoch entschieden ab und protestieren gegen die geplante Maßnahme. Sie argumentieren, dass der Wolf eine geschützte Art sei und alternative Schutzmaßnahmen für Weidetiere priorisiert werden sollten.

Die Debatte um den Wolf in Brandenburg spiegelt die Spannung zwischen landwirtschaftlichen Interessen und Naturschutz wider. Während der Jagdverband auf eine schnelle Umsetzung drängt, um Schäden zu minimieren, fordern Naturschützer einen behutsameren Umgang mit der Tierart. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie die Landesregierung diese kontroverse Frage regeln wird.

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