Streit um Schüler-Zukunftstag eskaliert: Brandenburg schließt AfD aus
Streit um Zukunftstag: Brandenburg schließt AfD aus

Streit um Schüler-Zukunftstag eskaliert: Brandenburg schließt AfD aus

In Brandenburg hat sich der Konflikt um die Teilnahme der AfD am sogenannten Zukunftstag für Schülerinnen und Schüler deutlich zugespitzt. Das Bildungsministerium des Landes hat nun eine klare Entscheidung getroffen und die AfD-Landtagsfraktion von der Veranstaltung ausgeschlossen. Diese Maßnahme stützt sich auf die Einstufung des AfD-Landesverbandes durch den Brandenburger Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem.

AfD reagiert mit eigenen Plänen

Die AfD zeigt sich von dieser Entscheidung wenig beeindruckt und kündigte bereits an, den Zukunftstag in Eigenregie zu organisieren. Dennis Hohloch, der parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion, kritisierte das Vorgehen des Ministeriums scharf. Er betonte, dass die Partei in keiner Weise als verfassungsfeindliche Organisation nachgewiesen sei und warf der Landesregierung vor, auf diese Weise mit der parlamentarischen Opposition umzugehen.

Hohloch verwies darauf, dass zwei Inserate der AfD für den Zukunftstag gelöscht worden seien. Dies sei ein klarer Beweis für die diskriminierende Behandlung seiner Partei. Die AfD werde daher nicht tatenlos zusehen, sondern eigene Angebote für Schüler schaffen, um ihnen Einblicke in die politische Arbeit zu ermöglichen.

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Ministerium begründet Ausschluss mit Jugendschutz

Ein Sprecher des Brandenburger Bildungsministeriums bestätigte die Ablehnung der AfD als Anbieter für den Zukunftstag. Der Zukunftstag stellt eine besondere Form des Schülerbetriebspraktikums dar, bei dem Jugendliche erste praktische Erfahrungen in verschiedenen Berufsfeldern sammeln können. Über eine Online-Plattform können sich Anbieter registrieren und Plätze anbieten – landesweit stehen fast 1.000 verschiedene Angebote zur Verfügung.

Die AfD-Landtagsfraktion hatte diese Möglichkeit genutzt, um sich als Anbieter zu präsentieren. Nach einem entsprechenden Bürgerhinweis reagierte das Ministerium prompt. Der Sprecher erklärte, dass die Ablehnung darauf basiere, dass der AfD-Landesverband durch den Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistische Bestrebung eingestuft worden sei.

Das Ministerium betonte ausdrücklich den Schutz der Minderjährigen: Ohne angemessene pädagogische Begleitung und vergleichende Einordnung wären die Schüler unmittelbar einer erwiesen extremistischen Ideologie ausgesetzt gewesen. Diese Position wird durch gerichtliche Entscheidungen gestützt.

Gerichte bestätigen Ministeriumsentscheidung

Die Festlegung, Schülerbetriebspraktika bei Vertretern des AfD-Landesverbandes und der AfD-Fraktion im Landtag abzulehnen, wurde bereits zweimal durch Verwaltungsgerichte bestätigt. Auch die Beschwerde der AfD gegen diese Entscheidung wurde vom Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg zurückgewiesen. Damit steht die Rechtslage klar auf Seiten des Bildungsministeriums.

Der Zukunftstag bleibt damit eine geschützte Veranstaltung, die Schülern Einblicke in verschiedene Berufsfelder ermöglichen soll, ohne dass sie dabei extremistischen Einflüssen ausgesetzt werden. Das Ministerium behält sich vor, weiterhin streng über die Teilnehmer zu wachen und nur solche Anbieter zuzulassen, die den demokratischen Grundwerten entsprechen.

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