Tiertransporter-Unglück in der Prignitz: Neun Bullen nach Unfall weiter auf der Flucht
Im brandenburgischen Landkreis Prignitz hat sich am Donnerstag ein schwerer Verkehrsunfall mit einem Tiertransporter ereignet. Bei Gulow kippte das Fahrzeug um, wodurch alle 27 an Bord befindlichen Bullen freikamen. Neun der Tiere waren auch Stunden nach dem Vorfall noch auf der Flucht und konnten trotz intensiver Suchaktionen nicht eingefangen werden.
Großangelegte Suchaktion im Gange
Landrat Bernd Atzenroth bestätigte, dass sich Veterinäramt, Jäger und zahlreiche Dorfbewohner an der Suche nach den entlaufenen Bullen beteiligen. „Derzeit gibt es von ihnen rund um Gulow leider keine Spur“, teilte die Landkreisverwaltung am frühen Abend mit. Zunächst waren zehn Bullen entlaufen, von denen lediglich einer am Nachmittag wohlbehalten gefunden werden konnte.
Behörden warnen eindringlich vor Annäherung
Die Behörden appellieren dringend an die Bevölkerung, sich den Tieren keinesfalls zu nähern. „Es ist anzunehmen, dass die Tiere nach dem Unfall unter Schock stehen“, erklärte Landrat Atzenroth. Zudem gebe es Hinweise darauf, dass mindestens ein Bulle verletzt sein könnte, da Blutspuren am Unfallort gefunden wurden.
Die konkreten Warnungen der Behörden lauten:
- Passanten sollen sich den entlaufenen Bullen nicht nähern
- Bei Sichtungen sofort die Polizeiinspektion Prignitz oder das Veterinäramt des Landkreises kontaktieren
- Besondere Vorsicht im Umkreis von Gulow walten lassen
Unfallhergang und aktuelle Lage
Der Tiertransporter war am Donnerstag in der Prignitz umgekippt, wodurch die 27 Bullen freikamen. Trotz sofort eingeleiteter Suchmaßnahmen durch verschiedene Behörden und Helfer blieben neun Tiere auch am frühen Abend noch verschwunden. Die genaue Ursache des Unfalls ist bisher noch nicht abschließend geklärt.
Die Polizei und das Veterinäramt setzen ihre Suchaktionen fort und bitten die Bevölkerung um erhöhte Aufmerksamkeit und Mithilfe bei der Lokalisierung der entlaufenen Tiere.



