Vollsperrung der A24 bei Parchim nach Lkw-Unfall mit Gefahrgut dauert an
Ein schwerer Lkw-Unfall mit Gefahrgut hat auf der Autobahn 24 in Mecklenburg-Vorpommern zu einer anhaltenden Vollsperrung geführt. Ein mit Desinfektionsmittel beladener Lastwagen geriet in der Nacht zum Freitag ins Schlingern und kippte um, wodurch die gefährliche Ladung teilweise auslief.
Bergungsarbeiten verzögern sich
Die Polizei meldet, dass die ursprünglich für 13 Uhr geplanten Bergungsarbeiten sich deutlich verzögern. Aufgrund der aufwendigen Reinigungsarbeiten am Unfallort geht man nun davon aus, dass die Vollsperrung der A24 Richtung Berlin erst ab 14 Uhr oder später aufgehoben werden kann. Zwischenzeitlich wird der Verkehr über einen Parkplatz umgeleitet.
Unfallhergang und Schadenshöhe
Der Unfall ereignete sich gegen Mitternacht zwischen den Anschlussstellen Parchim und Suckow. Der Lkw-Fahrer verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug, nachdem die schlecht gesicherte Ladung ins Schlingern geriet. Der Lastwagen kam von der Straße ab, prallte gegen die Leitplanke und rutschte die Böschung hinunter, bevor er auf dem Standstreifen zum Liegen kam.
Der Fahrer erlitt bei dem Unfall leichte Verletzungen. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf etwa 350.000 Euro. Ein spezieller Gefahrgutzug der Feuerwehr ist vor Ort im Einsatz, um das ausgelaufene Desinfektionsmittel zu bergen und die Straße zu reinigen.
Auswirkungen auf den Verkehr
Die A24 bleibt in Richtung Berlin voll gesperrt, während in der Gegenrichtung der Verkehr weiterfließt. Autofahrer werden gebeten, die Strecke weiträumig zu umfahren oder sich auf erhebliche Verzögerungen einzustellen. Die Polizei empfiehlt alternative Routen über die Bundesstraßen in der Region.
Die genaue Dauer der Sperrung hängt von den weiteren Bergungsarbeiten ab. Die Behörden betonen, dass Sicherheit vor Geschwindigkeit geht, insbesondere bei Unfällen mit Gefahrgut.



