Brand in leerstehendem Jugendzentrum: Feuerwehr entdeckt mehrere ältere Brandstellen
Brand in leerstehendem Jugendzentrum: Feuerwehr entdeckt Brandstellen

Brand in leerstehendem Jugendzentrum: Feuerwehr entdeckt mehrere ältere Brandstellen

Am Mittwochnachmittag stiegen dicke Rauchwolken aus dem ehemaligen Jugend- und Freizeitzentrum der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in der Rudolf-Fritz-Straße in Malchin auf. Die Feuerwehr rückte mit mehreren Löschfahrzeugen an und konnte das Feuer rasch unter Kontrolle bringen. Kameraden betraten mit Atemschutzgeräten das Gebäude, auch die Drehleiter kam zum Einsatz.

Überraschende Entdeckung im Inneren

Bei ihrem Einsatz erlebte die Feuerwehr eine unerwartete Überraschung. Laut Wehrführer René Giese fanden die Einsatzkräfte gleich mehrere ältere Brandstellen im Gebäude. Offenbar war hier bereits seit längerer Zeit gezündelt worden. Das Haus, in dem die Awo bis 2015 über zwei Jahrzehnte lang einen Jugendklub betrieb, steht seit Langem leer und ist in einem desolaten Zustand.

Die Innenräume sind völlig verwüstet, überall liegt Müll herum. Die zerstörten Fenster und Türen bieten offenbar keinen ausreichenden Schutz vor unbefugtem Zutritt. Auch der Zaun, der das Gelände umgibt, stellt kein wirksames Hindernis dar.

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Jugendliche berichten von regelmäßigen Eindringlingen

Jugendliche, die den Löscheinsatz verfolgten, berichteten, dass immer wieder junge Leute in das Haus eingedrungen seien. Bei den Jugendlichen kursierten Handy-Aufnahmen, die aus dem Inneren des Gebäudes stammen sollen und zeigen, wie eine Couch brennt. Ob davon dann das Feuer vom Mittwochnachmittag ausgegangen ist, blieb zunächst unklar.

Die Feuerwehr musste bei ihrem Einsatz feststellen, dass die Brandstellen nicht alle frisch waren. Dies deutet darauf hin, dass das Gebäude schon länger ein Ziel für Vandalismus und Brandstiftung gewesen sein könnte.

Städtische Pläne für Wiederbelebung in Gefahr

Im vergangenen Jahr hatte die Stadt Malchin Interesse am Kauf des Gebäudes bekundet. Der aktuelle Eigentümer wollte es veräußern, da er seine Pläne dort nicht umsetzen konnte, wie Bürgermeister Axel Müller (CDU) berichtete. Die Stadt verfolgte ambitionierte Pläne für das Objekt.

Nicht nur der Jugendklub sollte wiederbelebt werden, sondern auch weitere Angebote wie Spiel- und Gymnastikräume geschaffen werden. Nach dem Brand vom Mittwochnachmittag ist jedoch fraglich, ob sich solche Pläne noch realisieren lassen. Die entdeckten Brandschäden könnten die Sanierungskosten erheblich erhöhen und die Machbarkeit der städtischen Vorhaben infrage stellen.

Das Gebäude, das einst als lebendiger Treffpunkt für Jugendliche diente, steht nun als Symbol für Vernachlässigung und Vandalismus da. Die Feuerwehr konnte zwar den aktuellen Brand löschen, doch die tieferliegenden Probleme des leerstehenden Gebäudes bleiben bestehen.

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