Flohmarkt-Fund aus Bayern: 126 historische Postkarten bereichern Teterower Stadtmuseum
Flohmarkt-Fund: Historische Postkarten für Teterower Museum

Flohmarkt-Schatz aus Bayern: Historische Postkarten bereichern Teterower Stadtmuseum

Für Meike Jezmann, die seit 40 Jahren im Teterower Stadtmuseum arbeitet, bleibt ihr Beruf auch nach all den Jahren spannend und voller Überraschungen. Die Museumsleiterin kann sich nichts Faszinierenderes vorstellen, als sich mit der Geschichte ihrer Heimatstadt zu beschäftigen und dabei immer wieder neue Puzzleteile aus der Vergangenheit zusammenzufügen. „Dieser Job bietet auch immer wieder neue Sternstunden“, erzählt sie. Oft komme es vor, dass Menschen bei Aufräumarbeiten in ihren eigenen vier Wänden interessante Fundstücke zur Stadthistorie entdecken, die kurze Zeit später im Museum im Malchiner Tor landen und später in Ausstellungen präsentiert werden.

126 historische Bilder von der Bergringstadt

Genau das könnte nun mit einem besonderen Fund geschehen, der vor wenigen Tagen auf dem Schreibtisch von Meike Jezmann gelandet ist. Es handelt sich um 126 digitalisierte historische Postkarten, die eine besondere Geschichte haben. Ein Flohmarkt-Fan aus dem bayrischen Würzburg hatte die Aufnahmen vor einigen Monaten auf einem Trödelmarkt in der Nähe seiner Heimatstadt erworben. Da er selbst nicht wusste, was er mit den historischen Dokumenten anfangen sollte, entschied er sich, sie dem Teterower Stadtmuseum zu überlassen.

Als sich Meike Jezmann die Bilder genauer ansah, ging ihr mehrfach das Herz auf. Unter den Neuzugängen befinden sich zahlreiche Aufnahmen aus der Bergringstadt, die selbst der erfahrenen Museumschefin bisher unbekannt waren. Dies ist besonders bemerkenswert, da der Fundus des Museums bereits Tausende von historischen Teterow-Bildern umfasst.

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Besondere Schätze unter den Postkarten

Zu den besonders wertvollen Stücken gehört eine Lithografie des Herta-Sees, die auf einer der Postkarten abgebildet ist. Auf der Karte wird nicht nur der See selbst gezeigt, sondern auch die Sage, die sich um ihn rankt, sowie weitere Ausflugsziele wie das Rempliner Schloss und die Burg Schlitz beschrieben. Meike Jezmann bezeichnet ein weiteres Bild, das um 1885 entstanden sein dürfte, als „kleinen Schatz“. Diese Aufnahme zeigt die Teterower von-Pentz-Allee, fotografiert von der Stelle, an der einst das Kurhaus stand.

Aus heutiger Sicht ist besonders interessant, dass die Flächen vor und an den Seiten der Allee zu dieser Zeit noch vollständig unbebaut waren. Diese bisher kaum bekannten Ansichten bieten einen einzigartigen Einblick in das historische Stadtbild Teterows.

Dank und Zukunftspläne

Meike Jezmann ist über die neuen Bilder in ihrem Archiv begeistert. „Ich möchte dem Spender aus Bayern ein ganz herzliches Dankeschön sagen, dass er uns die Bilder überlassen hat“, betont sie. „Und ich kann ihm versichern, dass ein Teil davon in naher Zukunft in einer Ausstellung des Museums zu sehen sein wird“, verspricht die Museumsleiterin. Dieser Flohmarkt-Fund zeigt einmal mehr, wie wertvoll solche privaten Entdeckungen für die Bewahrung des kulturellen Erbes sein können.

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