IT-Sicherheitsvorfall legt Schulnetzwerk in Stralsund und Umgebung lahm
Mehrere öffentliche Schulen in Stralsund und der umliegenden Region sind von einem schwerwiegenden IT-Sicherheitsvorfall betroffen. Die digitalen Systeme, die von den Bildungseinrichtungen genutzt werden, wurden vorsorglich vollständig abgeschaltet, nachdem bei einer routinemäßigen Netzwerkanalyse vor den Osterferien ungewöhnliche Auffälligkeiten entdeckt wurden.
Unterricht findet trotz Einschränkungen statt
Laut einer offiziellen Mitteilung der Stralsunder Stadtverwaltung findet der Unterricht in den betroffenen Schulen dennoch regulär statt. Allerdings wird es in den kommenden Wochen zu erheblichen Einschränkungen bei der Nutzung digitaler Systeme kommen. „In den kommenden Wochen wird es vorübergehend zu Einschränkungen bei der Nutzung digitaler Systeme kommen“, so die Stadtverwaltung. Administrative Vorgänge wie die Abmeldung von Kindern oder neue Schulanmeldungen müssen während dieser Zeit telefonisch über die Sekretariate der Schulen abgewickelt werden.
Keine Hinweise auf gezielten Angriff oder Datenabfluss
Ein Sprecher der Stadt Stralsund betonte, dass es nach aktuellem Kenntnisstand keine Hinweise auf einen gezielten Cyberangriff gibt. Ebenso liegen keine Anzeichen dafür vor, dass personenbezogene Daten abgeflossen sind. Die vorsorgliche Abschaltung aller Systeme dient laut Stadtverwaltung dazu, eine sichere und gründliche Analyse der Vorfälle zu ermöglichen und potenzielle Risiken vollständig auszuschließen. Nach der Entdeckung der Auffälligkeiten wurden zunächst erste Geräte vom Netz genommen, bevor nach einer vertieften Prüfung die Entscheidung zur kompletten Abschaltung fiel.
Untersuchung durch IT-Experten und externe Spezialisten
Die Aufklärung des Vorfalls wird von einem Expertenteam vorangetrieben. IT-Spezialisten der Stadtwerke Stralsund arbeiten eng mit externen Cybersicherheitsexperten zusammen, um die Ursachen der Netzwerkauffälligkeiten zu identifizieren. „Die zuständigen Sicherheitsbehörden wurden umgehend informiert“, teilte die Stadtverwaltung mit. Zu den betroffenen Schulen zählen öffentliche Bildungseinrichtungen in Stralsund selbst sowie in den Gemeinden Sundhagen, Barth und Lüdershagen.
Schrittweise Wiederherstellung der Systeme geplant
In den kommenden Tagen soll mit der schrittweisen Wiederherstellung aller potenziell betroffenen Systeme, Anwendungen und Endgeräte begonnen werden. Dieser Prozess wird sorgfältig und unter strengen Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt, um eine erneute Gefährdung des Schulnetzwerks auszuschließen. Die Stadt Stralsund betont, dass die Sicherheit der IT-Infrastruktur und der Schutz sensibler Daten oberste Priorität haben. Eltern und Schüler werden über weitere Entwicklungen auf dem Laufenden gehalten.



