Deutsches Meeresmuseum nicht in Wal-Rettungspläne eingebunden
Das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund hat nach eigenen Angaben das Rettungskonzept für den gestrandeten Buckelwal vor der Ostsee-Insel Poel nicht erhalten und war nicht in die Vorbereitungen eingebunden. Die Einrichtung erfuhr erst während einer Pressekonferenz von den neuen Plänen zur Lebendbergung des Wals.
Fehlende Einbindung der Fachleute
In einem offiziellen Statement teilte das Museum mit: „Das Deutsche Meeresmuseum teilt mit, dass es nicht in die Vorbereitungen der aktuell geplanten Lebendbergung des Buckelwals vor Poel einbezogen wurde.“ Das gesamte Konzept liege dem Museum nicht vor, und die Fachleute hätten davon erst aus der Pressekonferenz erfahren. Dies geschah nach dem Auftritt von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) am Nachmittag.
Zweifel an der Rettungsaktion
Bereits am Wochenende hatte der Direktor des Deutschen Meeresmuseums, Burkard Baschek, erhebliche Zweifel an einer erfolgreichen Lebendrettung geäußert. Er verwies darauf, dass der Wasserstand zu niedrig und die Kräfte des Wals zu gering seien. Das Museum betonte, dass es seitens der Stiftung Deutsches Meeresmuseum keine neue Lagebewertung gebe.
Die Situation wirft Fragen zur Koordination und Einbindung relevanter Experten in solchen Notfällen auf. Das Deutsche Meeresmuseum, als renommierte Einrichtung mit umfangreicher Expertise in marinen Angelegenheiten, hätte möglicherweise wertvolle Beiträge zur Rettungsplanung leisten können.



