Rastow startet 2,5-Millionen-Projekt: Neuer Hort löst Schulprobleme und dient als Ausweichschule
Hell, freundlich und farbenfroh präsentiert sich das neue Hortgebäude auf dem Rastower Schulcampus. Bürgermeisterin Ute Bachmann führte kürzlich durch das Haus direkt nach der offiziellen Eröffnung. Der Neubau in klimaschonender Holzbauweise öffnete seine Türen und wird sofort zur Ausweichschule, während nebenan die dringend benötigte Sanierung des Altbaus beginnt.
Übergangslösung mit Zukunftsperspektive
Die Stühle stehen ordentlich an den Tischen, die Garderoben sind eingeräumt und kein Karton mehr in Sicht. Es ist ungewöhnlich ruhig im neuen Hortgebäude auf dem Rastower Schulcampus. Nur wenige Schritte hallen über die Flure, gedämpft von modernen Akustikpaneelen. Das Kinderlachen fehlt noch, denn es sind Osterferien. Wahrscheinlich ist dies der einzige Moment, in dem dieses Haus so still sein wird.
Vertreter des Amtes Ludwigslust-Land, der Bau- und Planungsfirmen sowie der Schule kamen zusammen, um ein Projekt zu würdigen, das in Rastow lange erwartet wurde. Ein Gebäude, das nicht nur neu ist, sondern dringend gebraucht wird. Die Regionale Schule ist sichtbar in die Jahre gekommen und benötigt dringend eine Sanierung.
Modernes Konzept für 350 Schüler
Der neue Hort, errichtet auf etwa 835 Quadratmetern Brutto-Grundfläche, wird aktuell zur Ausweichfläche für den Schulbetrieb. Während das alte Gebäude saniert wird, ziehen die Viert- und Fünftklässler hier ein. Die Jahrgänge sechs bis zehn werden parallel in einer direkt angebundenen Containeranlage von rund 528 Quadratmetern unterrichtet.
Schulleiterin Brita Splisteser ist von diesem Konzept überzeugt: „Alle freuen sich schon sehr auf das neue Haus, auch wenn es nur eine Übergangslösung ist.“ Und doch wirkt dieses Haus alles andere als ein Provisorium. Viel Licht fällt durch Oberlichter in die Räume, Holz sorgt für Wärme und klare Strukturen für Orientierung.
Durchdachte Architektur und Ausstattung
Ein Rundgang zeigt, wie durchdacht der Neubau gestaltet ist:
- Spinde in den Fluren für Schüler und Personal
- Großzügige Räume mit Rückzugsmöglichkeiten
- Moderne sanitäre Einrichtungen
- Eine Bibliothek, die mit einem Vorhang ausgestattet ist und somit auch für Theateraufführungen genutzt werden kann
„Das Haus ist einfach toll. Obwohl die Räume groß sind, hallt hier nichts. Und die sanitären Einrichtungen sind um Welten besser als das, was wir bislang hatten“, erklärt die Schulleiterin begeistert.
Finanzierung und weitere Pläne
Möglich wurde dieses Gesamtpaket nicht zuletzt durch Unterstützung des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Über das Schulbauprogramm des MV-Schutzfonds flossen mehr als eine Million Euro nach Rastow. Insgesamt werden die Baukosten für den neuen Hort aktuell auf rund 2,5 Millionen Euro beziffert, wobei die endgültige Abrechnung noch aussteht.
Die Sanierung des Altgebäudes soll nun so schnell wie möglich beginnen. „Wir hoffen, dass wir die Sanierung des Altbaus in zwei Jahren schaffen“, so das erklärte Ziel der Gemeinde, sagt Bürgermeisterin Ute Bachmann.
Zukünftige Herausforderungen
In den kommenden Monaten stehen weitere Projekte an:
- Eine neue Zufahrtsstraße zum Hort wird gebaut, Start ist für Mai geplant
- Der Schulhof muss saniert werden, erste Schätzungen liegen bei mehr als 1,5 Millionen Euro
- Ein neuer Sportplatz wird benötigt, da der alte für den Hortneubau weichen musste
„Und wenn wir das alles fertig haben, dann brauchen wir dringend noch einen Sportplatz“, sagt Ute Bachmann mit Blick auf die Zukunft. Für die rund 350 Kinder der Dr. Ernst Alban Schule wird sich der Alltag mit dem neuen Campus spürbar verbessern.



