Schwesig lehnt Rente mit 70 strikt ab: Keine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters
Schwesig lehnt Rente mit 70 strikt ab

Schwesig stellt sich gegen Rente mit 70: Klare Absage an höheres Renteneintrittsalter

In der aktuellen Rentendebatte hat sich Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) mit deutlichen Worten positioniert. Die 51-jährige Regierungschefin lehnt eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters strikt ab und äußert sich besorgt über die Verunsicherung in der Bevölkerung.

„Ich bin strikt dagegen“: Schwesigs klare Position

„Ich bin strikt dagegen“, erklärte Schwesig in einer aktuellen Stellungnahme. Die Debatte um die Rente mit 70 bewege und verunsichere die Menschen sehr. Für die Ministerpräsidentin ist das Vertrauen der Bürger in die Rente gleichbedeutend mit Vertrauen in den Sozialstaat, die Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Schwesig betont, dass eine Anhebung des Renteneintrittsalters faktisch einer Rentenkürzung durch die Hintertür gleichkomme. Dies betreffe insbesondere jene Menschen, die nicht bis zum 70. Lebensjahr im Erwerbsleben bleiben könnten.

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Besondere Betroffenheit in körperlich fordernden Berufen

„Das betrifft diejenigen, die in körperlich und psychisch herausfordernden Berufen arbeiten“, so Schwesig. Sie nennt dabei explizit Beschäftigte auf dem Bau, in der Landwirtschaft, im Krankenhaus oder in der Pflege. Diese Berufsgruppen seien besonders von den Auswirkungen einer späteren Rente betroffen.

Die Ministerpräsidentin weist darauf hin, dass gerade im Osten Deutschlands die gesetzliche Rente von zentraler Bedeutung für die Menschen sei. „In meinem Bundesland ist die gesetzliche Rente oftmals das einzige Alterseinkommen“, erklärt Schwesig. Deshalb müssten sich die Bürger auf ihren Renteneintritt und die Rentenhöhe verlassen können.

Alterssicherungskommission berät über Reformvorschläge

Laut Schwesig wird die von der Bundesregierung eingesetzte Alterssicherungskommission am 23. Februar über Vorschläge zur Reform der Rente beraten. Zu den Prüfaufträgen des Gremiums gehört die Frage, ob es eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit geben soll oder eine Koppelung des Renteneintrittsalters an die steigende Lebenserwartung.

Unter den Mitgliedern der Kommission befinden sich neben Expertinnen und Experten auch Koalitionspolitiker. Dazu zählt Pascal Reddig (CDU), der Chef der Jungen Gruppe der Unionsfraktion. Reddig hatte sich im Dezember als einer der sogenannten Rentenrebellen der Union gegen die künftige Stabilisierung des Rentenniveaus ausgesprochen.

Die Positionierung Schwesigs kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Rentendebatte in Deutschland an Schärfe gewinnt. Die Ministerpräsidentin macht deutlich, dass sie eine weitere Belastung für bestimmte Berufsgruppen und Regionen ablehnt und stattdessen auf Verlässlichkeit und soziale Sicherheit setzt.

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