Ermittlungen nach verheerendem Stallbrand in Groß Neuleben
Nach einem schweren Stallbrand in Groß Neuleben bei Lüdersdorf im Landkreis Nordwestmecklenburg hat die Polizei Ermittlungen wegen des Verdachts der Brandstiftung aufgenommen. Der entstandene Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 40.000 Euro. Das Polizeipräsidium Rostock bestätigte diese Informationen am Mittwoch, dem 18. Februar 2026, auf entsprechende Nachfragen.
Massiver Feuerwehreinsatz mit 90 Einsatzkräften
Bereits am Vortag, dem 17. Februar 2026, waren insgesamt elf Feuerwehren mit etwa 90 Einsatzkräften vor Ort im Einsatz, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen und eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Neben den Feuerwehrleuten waren auch Rettungsdienste und Polizeibeamte an der Einsatzstelle in Groß Neuleben tätig. Erfreulicherweise wurde bei dem Brand niemand verletzt, wie die Behörden mitteilten.
Während der intensiven Löscharbeiten musste die Straßenverbindung zwischen Klein Neuleben und Groß Neuleben für mehrere Stunden vollständig gesperrt werden. An dem Großeinsatz beteiligt waren Feuerwehren aus Neuleben, Schattin, Selmsdorf, Herrnburg, Lockwisch, Palingen, Carlow, Groß Molzahn, Schlagsdorf, Utecht und Groß Grönau. Zusätzlich war die Führungsgruppe des Amtes Schönberger Land vor Ort, und vorsorglich wurde auch die Feuerwehr Lüdersdorf alarmiert.
Beträchtlicher Sachschaden im Stall
Der materielle Schaden fällt jedoch beträchtlich aus. In dem betroffenen Stall befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes zahlreiche wertvolle Gegenstände und Geräte. Unter anderem wurden eine komplette Kutsche mit dazugehörigem Lenkzeug und Führstange, diverse Sättel, Geschirre, Zaumzeug, Pferdedecken sowie ein Rasenmäher und ein Stromgenerator durch das Feuer zerstört oder schwer beschädigt.
Kriminaltechnische Untersuchungen laufen
Die Brandursache ist bislang noch ungeklärt. Die Polizei informierte am Mittwoch weiter, dass der Brandort zunächst nicht betreten werden konnte. Speziell ausgebildete Kriminaltechniker waren jedoch bereits in Groß Neuleben, um mögliche Spuren zu sichern und die Ermittlungsarbeit fortzusetzen. Gegebenenfalls soll zusätzlich ein spezialisierter Brandursachenermittler hinzugezogen werden, um den Vorfall vollständig aufzuklären.
Die Polizei bittet dringend um Zeugenhinweise. Alle Personen, die Informationen zum Brandgeschehen liefern können, werden gebeten, sich bei der Polizei in Grevesmühlen unter der Telefonnummer 03881 7200 zu melden. Jeder noch so kleine Hinweis könnte für die Ermittlungen von entscheidender Bedeutung sein.



