Erneuter Arbeitskampf in Güstrower Traditionsbetrieb
Bei der Spirituosenfabrik Winkelhausen in Güstrow hat es erneut einen Warnstreik gegeben. Die Produktion von Spirituosen und der Verladestopp standen für acht Stunden komplett still. Zu diesem erneuten Arbeitskampf hatte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) aufgerufen, nachdem seit dem ersten Streik am 1. April keine Reaktion des Arbeitgebers erfolgt sei.
Gewerkschaft fordert sofortige Rückkehr an den Verhandlungstisch
„Wir fordern den Arbeitgeber auf, die Tarifverhandlungen weiterzuführen und umgehend an den Verhandlungstisch zurückzukehren“, erklärt Gewerkschaftssekretärin Annett Rossa-Koslowski. „Die Beschäftigten leisten trotz schwieriger Bedingungen jeden Tag gute Arbeit. Das gehört honoriert und wertgeschätzt. Diese Wertschätzung fehlt allerdings von Arbeitgeberseite völlig.“ Die Tarifkommission der Gewerkschaft sei jederzeit gesprächsbereit und zu weiteren Verhandlungen bereit.
Konkrete Forderungen im Tarifkonflikt
Die Gewerkschaft NGG fordert für die Beschäftigten der Mecklenburger Spirituosenfabrik zwölf Prozent mehr Lohn sowie einen Anschlusstarifvertrag mit einer Laufzeit von zwölf Monaten. Zusätzlich soll es eine sogenannte Durchhalteprämie in Höhe von 350 Euro geben. Diese Forderungen wurden bereits im März im Rahmen des Tarifkonflikts gestellt.
Schwierige Arbeitsbedingungen als Hauptproblem
Die Begründung für diese Forderungen liegt in den schwierigen Arbeitsbedingungen. Fehlendes Personal werde nicht ersetzt und die zu bewältigende Arbeit verteile sich somit auf die noch verbliebenen Schultern, wie Rossa-Koslowski betont. Die Spirituosenfabrik Winkelhausen beschäftigt in Güstrow aktuell nur noch zehn Angestellte, die mit einer deutlich erhöhten Arbeitslast konfrontiert sind.
Keine Stellungnahme der Geschäftsführung
Seitens der Geschäftsführung der Traditionsfabrik gab es bislang gegenüber unserer Redaktion keine offizielle Stellungnahme zu dem erneuten Warnstreik oder den Forderungen der Gewerkschaft. Die Situation bleibt somit weiterhin angespannt, während die Beschäftigten auf eine Reaktion des Arbeitgebers warten.
Die Gewerkschaft NGG betont, dass sie weiterhin zu Gesprächen bereit sei und hofft auf eine baldige Rückkehr an den Verhandlungstisch. Die Beschäftigten der Güstrower Spirituosenfabrik lassen in ihrem Kampf für bessere Arbeitsbedingungen und angemessene Entlohnung nicht locker.



