Vollsperrung in Burg Stargard: Anwohner und Händler wütend über Straßensanierung zu Ostern
Die Ortsdurchfahrt durch Burg Stargard wird aktuell grundhaft saniert, was zu erheblichen Beeinträchtigungen im Alltag führt. Bürger und Ladeninhaber äußern scharfe Kritik an der Umsetzung, insbesondere wegen mangelnder Vorinformation und der zeitlichen Lage der Bauarbeiten, die das Osterfest umfassen.
Umleitungschaos und Verkehrsprobleme
Die Sanierung erfolgt in drei Teilabschnitten, wobei der erste Abschnitt in der Marktstraße bereits am 30. März begonnen hat und bis zum 8. April andauert. Unter Vollsperrung wird die Fahrbahn abgefräst, was eine Umleitung über den Fichtenweg, Papiermühlenweg, Grabenstraße und Carl-Stolte-Straße erfordert. Anwohner befürchten Verkehrschaos, da die Umleitungsstraßen teilweise durch parkende Autos verengt sind und nicht für zwei Fahrstreifen ausgelegt sind. „Wohin sollen die Autos denn, die am Rand parken? Es passen keine zwei Autos aneinander vorbei“, fragte eine besorgte Anwohnerin bei einer Bürgerveranstaltung.
Händler fürchten Einnahmeverluste
Gewerbetreibende in der Marktstraße sind besonders verärgert, da die Sanierung ihr Ostergeschäft beeinträchtigt. Sie kritisieren, dass die Stadt nicht rechtzeitig informiert habe, was die Planung von Lieferungen erschwert. „Meine Lieferungen hätte ich alle planen können, aber wenn ich erst eine Woche vor Baustart Bescheid weiß, kann ich jetzt auch allen freigeben und abschließen“, erklärte eine Ladeninhaberin. Bürgermeister Tilo Lorenz (CDU) bedauert die Situation, betont jedoch, dass die Bürger ausreichend informiert worden seien – eine Ansicht, die von Händlern bestritten wird, die über Kita-Aushänge von den Bauarbeiten erfuhren.
Weitere Bauabschnitte und Verkehrsregelungen
Nach dem ersten Abschnitt folgen zwei weitere Sanierungsphasen: vom 13. April bis 22. Mai wird der Bereich zwischen Carl-Stolte-Straße/Marktstraße/Lange Straße und dem Marktplatz saniert, und vom 22. Juni bis 22. August der Abschnitt von der Brücke am Lindebach bis zum Walkmüllerweg, inklusive Gehweg. Um den Busverkehr für Schüler aufrechtzuerhalten, wurden die Bauzeiten teilweise in Ferien gelegt, mit Sonderregelungen wie Einbahnstraßennutzung für Busse und Ampelsteuerungen.
Reaktionen und Zukunftsperspektiven
Das Straßenbauamt Neustrelitz verteidigt die Planung, betont aber die Notwendigkeit der Vollsperrung für eine effiziente Sanierung. Anwohner und Händler hoffen auf eine baldige Beendigung der Arbeiten, um Normalität zurückzugewinnen, während die Stadt auf eine verbesserte Infrastruktur verweist.



