Trotz Umzugsunternehmen: Mein schlimmster Umzug durch Eis und Schnee in Mecklenburg-Vorpommern
Eigentlich sollte ich als Redakteur Maximilian Tabaczynski ein wahrer Umzugsprofi sein. Alleine in den vergangenen zehn Jahren habe ich fünfmal den Wohnort gewechselt. Von Greifswald führte mich der Weg nach dem Studium zunächst in die Heimat nach Berlin, dann weiter nach Leipzig und Dresden, schließlich wieder zurück nach Greifswald. Und nun bin ich endlich im größten Hafen an der deutschen Ostseeküste angekommen: in Rostock! Langsam fühle ich mich wie ein Wanderzirkus.
Die perfekte Umzugskatastrophe: Eisregen über Mecklenburg-Vorpommern
Doch obwohl ich beim jüngsten Umzug von Greifswald nach Rostock erstmals ein professionelles Umzugsunternehmen engagiert hatte und mich selbst als erfahren in Umzugsangelegenheiten betrachte, wurde dieser Transport zum absolut schlimmsten meines Lebens. Die Schuld daran trugen nicht die Helfer des Unternehmens, die ihre Arbeit gewissenhaft verrichteten, sondern einzig und allein die Naturgewalten: Eis und Schnee verwandelten den geplanten Umzugstag in eine einzige Rutschpartie.
So rutschte ich aus, als ich in den Laster stieg, um zu kontrollieren, ob dieser tatsächlich leer war. Mein eigenes Auto musste ich vor der Fahrt ganze 15 Minuten von einem dicken Eispanzer befreien, denn ausgerechnet am Umzugstag zog ein heftiger Eisregen über Mecklenburg-Vorpommern. Die Umzugshelfer mussten ungeduldig warten, und die anschließende Fahrt auf der Autobahn entwickelte sich zu einer gefährlichen Rutschpartie, die höchste Konzentration erforderte.
Split und Kies als ungebetene Mitbewohner
Trotz aller Widrigkeiten kamen sämtliche Möbel und Kisten heil in der neuen Rostocker Wohnung an - und ich persönlich ebenfalls. Doch nicht nur das Umzugsgut fand nach der anstrengenden Plackerei seinen Platz in den neuen Räumen. Überall in der Wohnung verteilten sich kleine Steinchen, denn bei solch extremen Wetterverhältnissen wird in der Region vielerorts mit Split und Kies gestreut, der sich unweigerlich in Schuhen und an Transportkisten festsetzt.
Die klare Erkenntnis nach diesem traumatischen Erlebnis: Einen Umzug im Winter werde ich fortan, komme was wolle, zu vermeiden versuchen. Diese Erfahrung kann ich nur jedem weitergeben, der mit ähnlichen Plänen liebäugelt. Zwar ging letztlich alles mehr oder weniger gut aus, aber die Strapazen und Gefahren eines Winterumzugs sollten nicht unterschätzt werden.



