Eckartsburg erhält neues Gründach: Sanierung soll 2028 beginnen
Nach sechsjähriger Sperrung aus Sicherheitsgründen gibt es nun konkrete Pläne für die Rettung der historischen Eckartsburg. Die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt hat bekannt gegeben, dass die umfangreichen Sanierungsarbeiten voraussichtlich Anfang 2028 beginnen sollen. Dies gab die Stiftung bei einer öffentlichen Veranstaltung auf der Burg bekannt, bei der auch detaillierte Visualisierungen der geplanten Maßnahmen präsentiert wurden.
Gründach als innovative Lösung für Wasserschäden
Das Herzstück der Sanierung bildet ein neuartiges Gründach, das künftig über dem Palas thronen wird. Dieses ersetzt das bisherige innenliegende Glasdach, das sich als gravierender Schwachpunkt erwiesen hat. Durch dieses eindringendes Wasser hat über Jahre hinweg das historische Mauerwerk geschädigt und die Bausubstanz gefährdet. Das innovative Gründach-Konzept stammt vom renommierten Naumburger Architekturbüro Tränkner Architekten, das für Entwurf und Planung verantwortlich zeichnet.
Die neue Überdachung wird nicht nur das eindringende Wasser stoppen, sondern der Eckartsburg auch ein völlig neues architektonisches Erscheinungsbild verleihen. Laut Kulturstiftung stellt die Wasserschadensbekämpfung eine der größten Herausforderungen des gesamten Sanierungsprojektes dar, da die Feuchtigkeit tief in die historische Bausubstanz eingedrungen ist.
Sechs Jahre Sperrung und komplexe Sanierungsvorbereitungen
Die Veste war bereits seit 2020 für Besucher gesperrt, nachdem erhebliche Sicherheitsbedenken aufgekommen waren. Die lange Wartezeit bis zum geplanten Sanierungsbeginn 2028 erklärt sich durch die komplexen Vorbereitungen, die ein derartiges Denkmalschutzprojekt erfordert. Neben der Dachsanierung umfassen die geplanten Arbeiten vermutlich weitere substanzerhaltende Maßnahmen am historischen Gemäuer.
Die öffentliche Präsentation der Pläne markiert einen wichtigen Schritt im langwierigen Prozess der Burgrettung. Interessierte Bürger konnten sich dabei nicht nur über den Zeitplan informieren, sondern auch die architektonischen Visualisierungen des neuen Burgbildes begutachten. Die Kulturstiftung betonte dabei die Bedeutung der Eckartsburg als regionales Wahrzeichen und kulturelles Erbe, dessen Erhaltung höchste Priorität genießt.
Die detaillierte Planungsphase wird nun intensiviert, wobei insbesondere die technische Umsetzung des Gründaches im Fokus steht. Experten müssen dabei den Spagat zwischen moderner Bauweise und denkmalgerechter Sanierung meistern. Die Eckartsburg bei Eckartsberga bleibt damit weiterhin ein spannendes Sanierungsprojekt, dessen Fortschritte in den kommenden Jahren mit Spannung verfolgt werden können.



