50 ukrainische Kinder trainieren beim BVB
Eine besondere Aktion brachte 50 Kinder aus der Ukraine nach Dortmund – und Borussia Dortmund war mittendrin. Die Gruppe aus der Region Dnipropetrowsk verbrachte knapp eine Woche in der Stadt. Sie trainierten auf dem Gelände des BVB, besuchten das Deutsche Fußballmuseum und nahmen an einer Stadionführung im Signal Iduna Park teil. Am Sonntag steht der Besuch des Bundesligaspiels der Schwarzgelben gegen den SC Freiburg auf dem Programm.
Hintergrund der Reise
Die Gruppe besteht aus 45 Jungen und fünf Mädchen. Sie reisten per Bus aus der vom russischen Angriffskrieg besonders betroffenen Region an, begleitet von zehn Betreuern. In ihrer Heimat waren sie aus Kindern von 15 Schulen nach sportlichen Gesichtspunkten ausgewählt worden. Die Region Dnipropetrowsk, insbesondere die Großstadt Dnipro, steht aktuell massiv unter Beschuss. Die russischen Angriffe mit Drohnen und Raketen gehören zu den intensivsten seit längerer Zeit. Dabei sollen in den vergangenen Tagen mindestens acht Menschen getötet worden sein, Wohnhäuser, Kindergärten und Krankenhäuser wurden beschädigt.
Organisation und Unterstützung
Organisiert wurde die Aktion von der Agentur Sport Humanagement um Giorgi Elizbarashvili, dem Berater von Fußball-Weltmeister Pierre Littbarski. Elizbarashvilis Familie stammt mütterlicherseits aus der Ukraine. Er sagt: „Unser Ziel ist es, den Kindern für einen Moment Sicherheit, Freude und Hoffnung zu geben.“ Möglich gemacht wurde der Besuch durch finanzielle Unterstützung von Rheinmetall. Der BVB-Sponsor stellte auch den Kontakt zur Borussia her. Für den Verein schaute Carsten Cramer, der Sprecher der Geschäftsführung, beim Training der Kinder vorbei. Er stand für kurze Gespräche und ein Gruppenfoto zur Verfügung.
Zukunftsperspektive
Von ukrainischer Seite hofft man nun, den Besuch der Kinder zu einer regelmäßigen Veranstaltung werden zu lassen. Die Aktion zeigt, wie Sport Brücken bauen und in schwierigen Zeiten Trost spenden kann.



