Alba Berlin vor Pokal-Top Four mit Personalproblemen: Point-Guard-Sorgen überschatten Titelhoffnungen
Alba Berlin vor Pokal-Top Four mit Personalproblemen

Alba Berlin vor Pokal-Top Four mit Personalproblemen: Point-Guard-Sorgen überschatten Titelhoffnungen

Der Zeitpunkt für das Top Four im BBL-Pokal am kommenden Wochenende könnte für die Basketballer von Alba Berlin kaum ungünstiger sein. Ausgerechnet jetzt, wenn es um den ersten Titel der Saison geht, plagen den Rekordpokalsieger massive Personalprobleme, die die Titelambitionen erheblich trüben.

Point-Guard-Krise: Drei Spieler fehlen möglicherweise

Mit welchem Kader Alba Berlin in München antreten kann, steht noch völlig in den Sternen. Die Situation ist besonders kritisch auf der Point-Guard-Position, wo gleich drei Spieler ausfallen könnten. Führungsspieler Martin Hermannsson fehlt definitiv mit einer Daumenverletzung. Hinter den beiden anderen Point Guards, Jack Kayil und Bennet Hundt, stehen große Fragezeichen bezüglich ihrer Einsatzfähigkeit.

„Das Timing ist nicht optimal und ein bisschen hart“, kommentierte Kapitän Jonas Mattisseck die prekäre Situation. Trainer Pedro Calles zeigte sich ebenfalls besorgt: „Wir müssen da sehr vorsichtig sein und abwarten. Aber wir tun, was möglich ist.“ Möglicherweise muss Alba Berlin – wie bereits in den letzten beiden Partien – erneut ohne spezialisierten Point Guard auskommen, was ein erhebliches taktisches Handicap darstellen würde.

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Teamchemie als Hoffnungsträger

Angesichts der Personalsorgen setzt der Hauptstadtclub verstärkt auf seine Teamchemie und den Kampfgeist der verbleibenden Spieler. „Wir wissen ganz genau, dass es jetzt darauf ankommen wird“, betonte Mattisseck. „Dann müssen halt die Leute einspringen, die das zuletzt gemacht haben.“

Für Sportdirektor Himar Ojeda steht fest, dass sein junges und unerfahrenes Team an seine Grenzen gehen muss, um überhaupt eine Chance zu haben. „Wir müssen an unser Limit gehen. Gelingt uns das nicht, wird es schwierig für uns“, erklärte der Spanier die Ausgangslage.

Vorfreude trotz aller Widrigkeiten

Trotz der schwierigen Umstände herrscht im Team dennoch Vorfreude auf das prestigeträchtige Turnier. „Wir sind trotzdem alle heiß. Zusammen mit den Playoffs vielleicht das geilste, was man spielen kann“, schwärmte Mattisseck. Die Aussicht auf den ersten Titel der Saison soll zusätzlichen Ansporn liefern. „Ein geiles Gefühl. Wenn du weißt, wenn du zwei Spiele gewinnst, bist du Pokalsieger“, fügte der 26-jährige Kapitän hinzu.

Bayern München als haushoher Favorit

Die Rollen beim Top Four scheinen jedoch klar verteilt zu sein. Gastgeber FC Bayern München geht als klarer Favorit in das Turnier. „Sie sind der klare Favorit“, bestätigte Trainer Calles. Mattisseck ergänzte: „Sie haben einen extrem starken Kader, spielen extrem gut zur Zeit. Die sind der absolute Topfavorit. Für alle anderen heißt es deshalb, alles reinhauen und dann versuchen, sie zu ärgern.“

Immerhin konnte Alba Berlin die Bayern in dieser Saison bereits einmal schlagen – eine von nur zwei Ligapleiten für München in der laufenden Spielzeit. Gegen die Bamberg Baskets gewannen die Berliner sogar beide Partien. Doch ausgerechnet gegen ihren Halbfinalgegner Oldenburg verloren sie noch Anfang Januar. „Zusammen mit den Bayern sind sie das aktuell formstärkste Team“, warnte Calles vor den EWE Baskets Oldenburg.

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