Alba Berlin bereitet sich auf die Saison 2026/27 vor. Nach dem Pokalsieg und der zweiten Eurocup-Teilnahme stehen viele Veränderungen im Kader an. Managerin Svenja Brunckhorst und Sportdirektor Himar Ojeda wollen den Kern der Mannschaft halten, doch zahlreiche Verträge sind ausgelaufen. Der Kader soll wachsen, um die Doppelbelastung aus Bundesliga und Eurocup zu stemmen. Hier sind die wichtigsten Personalentscheidungen.
Mia Wiegand: U-Nationalspielerin aus Würzburg
Die zweite Neuverpflichtung nach Fanta Gassama ist Mia Wiegand. Die 17-Jährige kommt vom Zweitligisten Würzburg und gilt als eines der größten Talente ihres Jahrgangs. Die 1,80 Meter große Flügelspielerin wurde in der WNBL als Finals MVP ausgezeichnet und gewann mit der U-16-Nationalmannschaft Bronze bei der EM. In der vergangenen Zweitliga-Saison erzielte sie durchschnittlich 14,7 Punkte in 29 Minuten. Bei Alba erhält sie einen Zweijahresvertrag mit Doppellizenz und wird voraussichtlich wie Lilly Schultze in der DBBL und der Zweiten Liga bei Kooperationspartner TuS Lichterfelde spielen. „Wir freuen uns sehr, eines der aufregendsten Talente des Frauenbasketballs bei uns begrüßen zu dürfen. Wir wollen der optimale Ort für sie sein, um den nächsten Schritt in ihrer Karriere zu machen“, sagte Sportdirektor Himar Ojeda.
Marie Bertholdt wechselt nach Neuseeland
Nach drei Jahren und zwei Titeln verlässt Marie Bertholdt Alba Berlin. Die 31-jährige Insidespielerin setzt ihre Karriere in Neuseeland fort. Sie kam 2023 aus Marburg und absolvierte 77 DBBL-Spiele für Alba. In ihrer ersten Saison gewann sie die Meisterschaft, im März 2025 den Pokal. „Die Entscheidung, vor drei Jahren zu Alba zu kommen, war vom ersten Moment an die absolut richtige, und dieser Verein wird für immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen haben. Am meisten werde ich das Gefühl vermissen, nach jedem Spiel, egal ob Sieg oder Niederlage, gemeinsam mit den Fans in der Sömmeringhalle zu stehen“, erklärte Bertholdt.
Fanta Gassama kommt aus Spanien
Die erste Neue ist Fanta Gassama. Die 23-jährige Insidespielerin wechselt von Sevilla (zweite spanische Liga) und unterschrieb bis Sommer 2027. Die 1,85 Meter große Akteurin war von 2021 bis 2025 am College in den USA aktiv und spielte für die U-Nationalmannschaft Senegals. In Sevilla erzielte sie in ihrer ersten Profisaison 9,3 Punkte und 8,7 Rebounds (Liga-Bestwert) bei 47 Prozent Feldwurfquote und 33 Prozent von der Dreierlinie. „Mit Fanta holen wir eine junge Spielerin, die auf beiden großen Positionen agieren kann. Sie fühlt sich in der Zone aber auch mit dem Rücken zum Korb wohl, ist eine hervorragende Rebounderin, kann passen und werfen“, so Ojeda.
Tessa Stammberger verlängert
Die Co-Kapitänin bleibt Alba erhalten. Tessa Stammberger, eine der wichtigsten Spielerinnen der Vorsaison, hat um ein Jahr verlängert. Die deutsch-kanadische Aufbauspielerin kam 2022 nach dem Aufstieg nach Berlin und gewann Meisterschaft und Pokal. Sie hat über 100 Spiele für Alba absolviert und engagiert sich als Jugendtrainerin. „In den letzten vier Jahren hat der Verein mir sehr viel bedeutet, insbesondere in der Sömmeringhalle vor den Alba-Fans spielen zu dürfen, aber auch zu sehen, wie viel im Hintergrund gearbeitet wird für den Jugend- und Frauen-Basketball. Deswegen freue ich mich sehr, dass ich in der kommenden Saison wieder bei Alba spielen werde“, sagte Stammberger.
Neben diesen Entscheidungen stehen weitere Vertragsgespräche an. Neun Verträge waren ausgelaufen, sicher geblieben waren nur Nina Rosemeyer, Leonie Kreyenfeld und Lilly Schultze. Die Eurocup-Teilnahme erfordert einen größeren Kader, daher wird Alba in den kommenden Wochen weitere Verpflichtungen bekanntgeben.



